Evonik mit weniger Umsatz und Gewinn

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Evonik bestätigt Gewinnprognose für 2026
 © AFP, PAU BARRENA, Apa
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Die schwächelnde Branchenkonjunktur und die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs lasten auf dem deutschen Spezialchemiekonzern Evonik. Im ersten Quartal musste das Unternehmen bei Umsatz und Gewinn Federn lassen. Doch Analysten hatten einen deutlicheren Rückgang befürchtet - beim operativen Gewinn konnte Evonik die Erwartungen trotz Rückgangs übertreffen. Konzernchef Christian Kullmann bekräftigte seine Jahresprognose.

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Im ersten Quartal verringerte sich der bereinigte operativen Gewinn (EBITDA) gegenüber der Vorjahresperiode von 560 auf 475 Mio. Euro wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Damit schnitt der Konzern besser ab als er selbst erwartet hatte. Der Umsatz verringerte sich teils bedingt durch ungünstige Wechselkurse um 9 Prozent auf 3,43 Mrd. Euro. Die Absatzmenge sank dagegen nur um 2 Prozent. Analysten hatten nach einer Vara-Umfrage im Mittel mit einem bereinigten EBITDA von 448 Mio. Euro und einem Umsatz von rund 3,48 Mrd. Euro gerechnet.

"Wirtschaftswachstum fußt auf freiem Warenverkehr", bilanziert Evonik-Chef Kullmann. "Der war durch Protektionismus bereits massiv eingeschränkt", beklagte er: "Nun kommt im Nahen Osten noch ein Krieg hinzu, der ganze Seewege blockiert."

Für das zweite Quartal erwartet Evonik nun ein bereinigtes EBITDA von mindestens 550 (Vorjahr: 509) Mio. Euro. Dabei sollen auch besser als erwartete Preise für Methionin helfen, das in der Tiermast zum Einsatz kommt. Trotz der gestiegenen Unsicherheiten bestätigte Evonik die Gewinnprognose für das Jahr 2026 und erwartet weiter ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und zwei Milliarden Euro.

Die chemische Industrie befindet sich in der Krise. Der Branchenverband VCI hatte erklärt, er rechne für 2026 mit einer stagnierenden Produktion. Evonik hat mit einem Umbau auf die Krise reagiert und drückt auf die Kostenbremse. Im Konzern sollen heuer durch Sparprogramme rund 1.000 Stellen wegfallen. Evonik beschäftigte Ende März etwa 30.600 Menschen, vor Jahresfrist waren es noch über 31.000 Menschen.

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