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Damit lag die Teuerungsrate den vierten Monat in Folge unter dem Ziel der japanischen Zentralbank (BOJ) von 2,0 Prozent. Der Rückgang ist vor allem auf staatliche Subventionen für Energie und Bildung zurückzuführen. Diese glichen die steigenden Rohstoffkosten infolge des Krieges der USA und Israels gegen den Iran aus. Die Daten aus Tokio gelten als Frühindikator für die landesweite Preisentwicklung.
Analysten erwarten jedoch, dass sich die Inflation in den kommenden Monaten wieder beschleunigen wird. Steigende Ölpreise und höhere Importkosten aufgrund des schwachen Yen hielten den Druck auf die Notenbank aufrecht, die Zinsen weiter anzuheben. Ein Index, der neben frischen Lebensmitteln auch Energiekosten herausrechnet und von der BOJ als besserer Gradmesser für den Inflationstrend genau beobachtet wird, stieg im Mai um 1,6 Prozent nach 1,9 Prozent im April. Die Zentralbank berät im kommenden Monat über ihre Geldpolitik. An den Märkten wird erwartet, dass sie ihren kurzfristigen Leitzins von 0,75 auf 1,0 Prozent anheben wird.
Positive Signale kamen indes aus der Industrie. Die Produktion der japanischen Fabriken stieg im April im Monatsvergleich überraschend um 0,8 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Rückgang von 0,9 Prozent gerechnet. Für den Mai erwarten die vom Wirtschaftsministerium befragten Hersteller einen Produktionsanstieg von 5,1 Prozent, bevor die Fertigung im Juni voraussichtlich um 0,4 Prozent schrumpfen wird.