Boss wegen Konsumflaute und Strategiewechsel mit Einbußen

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++ ARCHIVBILD ++ Boss wehrt sich gegen Übernahme durch die britische Frasers Group
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Der vom britischen Einzelhändler Frasers umworbene Modekonzern Hugo Boss hat im zweiten Quartal wegen des Strategiewechsels und der Konsumflaute Einbußen verzeichnet. Der Umsatz sank währungsbereinigt um neun Prozent auf 905 Millionen Euro, wie der Herren- und Damenausstatter am Dienstag mitteilte. Das operative Ergebnis (EBIT) brach um 28 Prozent auf 59 Mio. Euro ein, übertraf damit allerdings die Markterwartungen von im Schnitt 52 Mio. Euro.

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An seiner Prognose für das Gesamtjahr 2026 hielt Boss fest. Vorstandschef Daniel Grieder sprach von einem weiteren wichtigen Schritt bei der Umsetzung der neuen Strategie. Das Unternehmen priorisiere langfristige Wertschaffung gegenüber kurzfristigem Umsatzwachstum. Der Fokus liege auf Profitabilität und der Qualität des Geschäfts. Boss nehme dafür bewusst kurzfristige Umsatzeinbußen in Kauf.

Das zahlte sich im abgelaufenen Quartal aus: Die Bruttomarge stieg um zwei Prozentpunkte auf 64,9 Prozent. Zudem seien die Vorräte reduziert und ein starker freier Barmittelzufluss (Free Cashflow) erwirtschaftet worden. Für das Gesamtjahr rechnet Grieder weiter mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Das EBIT werde zwischen 300 und 350 Mio. Euro erwartet.

Hugo Boss befindet sich im Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch die britische Frasers Group. Vorstand und Aufsichtsrat hatten den Aktionären empfohlen, das Angebot von 38,00 Euro je Aktie nicht anzunehmen, da es den Wert des Unternehmens nicht angemessen widerspiegele.

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