Evonik profitiert von Lieferengpässen in Asien

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Evonik-Vorstandschef sieht keine Änderung an Problemen der Branche
 © APA/APA/AFP/PAU BARRENA
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Lieferengpässe asiatischer Wettbewerber wegen des Iran-Kriegs lassen Kunden verstärkt zu Produkten des deutschen Spezialchemiekonzerns Evonik greifen, der dadurch seinen Gewinn steigert. Evonik erklärte am Dienstag, dies habe dem Konzern eine "Sonderkonjunktur" beschert. Ihre Jahresprognose hatte Evonik angehoben. "Wir freuen uns über einen warmen Sommerregen", so Vorstandschef Christian Kullmann: "An den fundamentalen Problemen unserer Branche ändert das allerdings nichts."

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Evonik schraubte im zweiten Quartal den operativen Gewinn (EBITDA) um 24 Prozent auf 630 Millionen Euro in die Höhe, wie der Konzern mitteilte. Evonik hatte im Juni auf Basis vorläufiger Zahlen beim EBITDA eine Spanne zwischen 600 und 650 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Der Umsatz erhöhte sich um 11 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Sondereffekte und Kosten für Sparprogramme drückten unter dem Strich den Gewinn um 30 Prozent auf 84 Mio. Euro.

Kullmann bekräftigte den erst im Juni angehobenen Ausblick für 2026: Der Konzern erwartet ein bereinigtes EBITDA zwischen 2 und 2,2 Mrd. Euro nach 1,7 bis 2 Mrd. Euro zuvor. Doch der Gewinnanstieg ändert an den Plänen für einen Stellenabbau nichts. Rund 2.800 Stellen werden bis Ende 2026 gestrichen. Für den Zeitraum 2027 bis 2029 sollen zusätzlich rund 3.200 Stellen wegfallen. Auch Konkurrent BASF hatte im abgelaufenen Quartal von Lageraufstockungen durch Kunden aus Sorge vor Lieferunterbrechungen infolge der Blockade der Straße von Hormuz profitiert. BASF drückt dabei ebenfalls auf die Kostenbremse.

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