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Die Emission soll umgerechnet bis zu 3,2 Milliarden Dollar (2,85 Mrd. Euro) einbringen. Das Unternehmen wird damit mit bis zu 108,3 Mrd. Dollar bewertet und wäre eines der wertvollsten in Indien. Es ist das erste Mal seit zwei Jahrzehnten, dass Ambani wieder einen Teil seines Konglomerats an die Börse bringt. Die Emission war eigentlich spätestens für 2024 geplant, aber zweimal verschoben worden, zuletzt im Frühjahr wegen des Iran-Kriegs.
Jio Platforms erwirtschaftet 90 Prozent seines Umsatzes in der Telekommunikation. Mit mehr als 500 Millionen Kunden ist Jio Indiens größter Telekom-Konzern und weltweit die Nummer zwei hinter China Mobile. Bereits vor Jahren hatten sich die US-Internetriesen Meta und Alphabet und andere internationale Investoren an Jio Platforms beteiligt. Reliance hält 66,4 Prozent der Anteile.
Ein Drittel der Emission ist für Kleinanleger reserviert, doch die Nachfrage institutioneller Großinvestoren ist bisher deutlich größer. An Ankerinvestoren wie den Staatsfonds von Abu Dhabi, ADIA, und BlackRock wurden bereits vorab Aktien für 853 Millionen Dollar zugeteilt. Die Zeichnungsfrist in einer Spanne von 1.065 bis 1.119 Rupien (10,03 bis 10,54 Euro) läuft noch bis Freitag, die Erstnotiz ist für den 28. Oktober geplant.
Geführt wird Jio Platforms von Ambanis Sohn Akash. Die Firma hatte vom Marktstart 2016 weg etablierten Konkurrenten wie Bharti Airtel und Vodafone Idea Marktanteile abgeluchst, indem sie billige Internet-Zugänge und kostenlose Sprachanrufe versprach. Im Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende März) erwirtschaftete Jio 15,5 Milliarden Dollar Umsatz, bei einem Gewinn von 3,2 Milliarden Dollar.