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Das US-Gesundheitsministerium hatte am Dienstag eine Strategie angekündigt, die auf eine frühere Erkennung von Nierenleiden, die Förderung von Heimdialyse und mehr Wettbewerb abzielt. Der sogenannte "Kidney Care National Plan" solle zudem Markteintrittsbarrieren für neue Anbieter abbauen, teilte das Gesundheitsministerium in Washington mit. Für den Bad Homburger Dialysekonzern FMC sind die USA der mit Abstand wichtigste Markt; das Unternehmen betreibt dort ein Netz von Tausenden Dialysekliniken.
Ziel der US-Regierung sei es, die Nierengesundheit zu erhalten, den Patienten mehr Wahlmöglichkeiten zu geben und mehr US-Bürgern zu helfen, ein Nierenversagen zu vermeiden, sagte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. Die Regierung wolle Vorgaben auf den Prüfstand stellen, die Wettbewerb, Innovation und die Wahlfreiheit der Patienten einschränkten. In den USA sind nach Ministeriumsangaben schätzungsweise 37 Millionen Erwachsene von chronischen Nierenerkrankungen betroffen. Da die Krankheit oft erst spät erkannt werde, seien Patienten häufig lebenslang auf die Dialyse oder eine Nierentransplantation angewiesen.
Die neue Initiative, die Teil der Kampagne "Make America Healthy Again" ist, baut auf einem Dekret von US-Präsident Donald Trump aus seiner ersten Amtszeit auf. Neben der Prävention und der Stärkung der Heimdialyse sieht der Plan auch vor, das Transplantationssystem zu reformieren und den Zugang zu Spenderorganen zu erleichtern.
Bei FMC musste Vorstandschefin Helen Giza erst vor knapp zwei Wochen wegen einer fehlenden Wachstumsstrategie abrupt ihren Hut nehmen. Ihr Nachfolger Shervin Korangy soll das Unternehmen nun auf Trab bringen und den Rückstand auf den US-Rivalen DaVita aufholen.