Bank Austria: Iran-Konflikt belastet Wirtschaftsstimmung

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Bank Austria Gebäude mit roter Ampel
 © APA/GEORG HOCHMUTH

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Der Konjunkturindikator der Unicredit Bank Austria sank im Juni auf minus 1,8 Punkte – Ökonom:innen rechnen im Herbst mit weiterer Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB.

Der Konjunkturindikator der Unicredit Bank Austria ist im Juni von minus 1,4 im Mai auf minus 1,8 Punkte gefallen. Als Hauptgrund nennen die Ökonom:innen die anhaltende Unsicherheit rund um den Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Nach Einschätzung der Bank Austria dürfte die österreichische Wirtschaft im zweiten Quartal 2026 stagniert haben. Für das erste Halbjahr wird dennoch ein BIP-Wachstum von 0,8 Prozent im Jahresvergleich erwartet. Die Inflationsprognose für 2027 wurde leicht von 2,6 auf 2,5 Prozent gesenkt – vorausgesetzt, die Energiepreise ziehen nicht erneut deutlich an.

Arbeitslosigkeit steigt weiter

Am Arbeitsmarkt sehen die Ökonom:innen vorerst keine Entspannung. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag im Juni bei 7,6 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Bank Austria eine Arbeitslosenquote von durchschnittlich 7,5 Prozent. Eine nachhaltige Verbesserung sei erst mit einer wirtschaftlichen Erholung im kommenden Jahr zu erwarten.

Dienstleistungssektor besonders unter Druck

Besonders stark hat sich die Stimmung im Dienstleistungssektor eingetrübt. Laut Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer belasten steigende Arbeitslosigkeit und höhere Preise die Konsumlaune der Haushalte. Vor allem Handel, Gastgewerbe und Reisebüros berichten von einer schwächeren Geschäftsentwicklung.

Auch in der Industrie hat der Pessimismus zugenommen. Neben einer schwachen Auftragslage drücken höhere Energie- und Personalkosten auf die Stimmung. Besonders angespannt sei die Lage in der Stahlindustrie und im Maschinenbau.

EZB-Zinsschritt im September erwartet

Die jüngste Eskalation im Nahen Osten könnte nach Einschätzung der Bank Austria auch Folgen für die Geldpolitik haben. Steigende Energiepreise erhöhen das Risiko einer wieder anziehenden Inflation und erschweren damit die Arbeit der Europäischen Zentralbank.

Bruckbauer rechnet daher mit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September. Danach dürfte die EZB eine längere Pause einlegen und den Einlagensatz bei 2,5 Prozent belassen.

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