Die größten Weltwirtschaftskrisen - die Gründe und die Auswege

Was hat zur ersten Weltwirtschaftskrise, der Gründerkrise, zur großen Depression und der Finanz- und Wirtschaftskrise geführt? Lesen Sie über die Gründe, die Auswirkungen und wie hat man die bisher vier großen Weltwirtschaftskrisen gelöst hat.

Die größten Weltwirtschaftskrisen - die Gründe und die Auswege

ARTIKEL-INHALT


Die letzte Weltwirtschaftskrise, die mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte, war nicht die erste große Weltwirtschaftskrise. Abgesehen von der Tulpenblase, deren Platzen 1637 als erster Börsencrash in die Geschichte einging, wird in der Wirtschaftswissenschaft die erste Weltwirtschaftskrise mit dem Jahr 1857 angesetzt.

Die Auslöser ähneln sich mitunter. So war wie bei der Finanzkrise 2008 auch bei der Großen Depession 1929, riesige Spekulationsblase die Ursache, ausgelöst durch lockere Geldpolitik und Verschuldung, dem eine großflächige Bankenkrise folgte, verschärft durch Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft.

Im Folgenden eine Chronologie der bisher vier größten Weltwirtschaftskrisen.


1857: Erste Weltwirtschaftskrise

Im Jahr 1857 breitet sich die erste große Weltwirtschaftskrise aus, was der kapitalismuskritische Philosoph Karl Marx im Londoner Exil "beautiful"findet.

Die Auswirkungen der Krise 1857

Die Folgen des wirtschaftlichen Niedergangs während der Ersten Weltwirtschaftskrise sind verheerend. In den USA müssen Banken schließen, in Großbritannien und Deutschland gehen große Handelshäuser Pleite. Die Auswirkungen der Krise sind erstmals weltweit zu spüren.

Überproduktion von Agrarprodukten als eine der Hauptursache

Die Weltwirtschaftskrise wurde von Russland ausgelöst. Nach dem Ende des Krimkrieges 1856 kehren die russischen Bauern wieder auf den europäischen Markt zurück und verdrängen die amerikanischen Bauern als Lieferanten. Diese bleiben auf ihrer Ernte sitzen, durch die Überproduktion bricht der Preis ein, die Finanzströme versiegen, das Geld für die expandierende US-Wirtschaft wird knapp.

2. Ursache: US-Firmen haben sich mit Eisenbahnanleihen verspekuliert

Eigentlicher Auslöser der Krise ist die Pleite der Ohio Life and Trust Company am 24. August 1857, die sich mit zweifelhaften Eisenbahnanleihen verspekuliert hatten. In den USA müssen in weiterer Folge innerhalb weniger Tage über 1.400 Banken schließen, es kommt zu einem Ansturm auf die Banken, Bürger fordern ihre Einlagen zurück - vergeblich. Aus der Börsenkrise wird eine Kreditkrise und daraus eine Handelskrise, die erreicht auch bald den Alten Kontinent. Mit zur ökonomischen Katastrophe beigetragen hat zusätzlich eine neue Kommunikationstechnologie: die Telegrafie.

Die erste Weltwirtschaftskrise wurde mit Sicherheiten in Form von Silber rasch gelöst.

Das Gegenmittel: Zug aus Wien voller Silberbarren für Hamburger Kaufleute

Die Krise kann relativ schnell eingedämmt werden. Ein Zug voller Silberbarren aus Wien hilft etwa den Hamburger Kaufleuten, das Vertrauen der Kunden wieder zurückzugewinnen. Ende des Jahrzehnts werden die alten Wachstumsraten wieder erreicht.


1873: Die Gründerkrise und Österreich mitten drinnen

Gründe der Krise: Überproduktion in der Eisen- und Stahlindustrie

Die Krise von 1873 entwickelt sich zu einer der schwersten des 19. Jahrhunderts. Erstmals wird eine Krise nicht vom Agrarsektor, sondern von einer Überproduktion der Eisen- und Stahlindustrie ausgelöst. Dazu kommen erstmals Spekulationen mit Aktien.

120 Firmen in Österreich-Ungarn gehen an einem Tag pleite

Verunsichert durch Gerüchten einer bevorstehenden Börsenpanik in Paris veräußerte die österreichische Creditanstalt Ende April 1873 in einer Blitzaktion 20 Millionen Gulden in Form von Wertpapieren. Wenige Tage später, am 9. Mai 1873, meldete ein großes Wiener Kommissionshaus Insolvenz an. Damals war in Wien gerade die Weltausstellung. An diesem Tag gingen 120 Firmen in Österreich-Ungarn in Konkurs. Die Aktienkurse stürzten von durchschnittlich 180 auf 10 Gulden, die Wiener Börse brach zusammen. Im Sommer 1873 erfasste die Krise London und NewYork, im Oktober 1873 erreiche sie auch Berlin.

Auslöser: Wirtschaft bricht nach Boom ein

Die Krise hat neben Österreich noch zwei weitere große Brandherde: In den USA geht der rasante Aufschwung zu Ende, der durch das Ende des Bürgerkrieges ausgelöst wurde, und nach Österreich folgt auch in Deutschland auf den Gründerboom der Gründerkrach - als erste deutsche Bank muss die Vereinsbank Quistorp & Co am 15. Oktober 1873 Konkurs anmelden.

Fortschritte, wie die Erfindung der Eisenbahn und der damit aufkommende Bau von Eisenbahnschienen hat speziell in den USA nicht nur Wohlstand gebracht, sondern auch viele Spekulanten angezogen, die sich im großen Stil verzockt haben und das Land in eine Krise gestürzt haben.

Spekulationen auf Eisenbahnbau-Firmen und Reparationszahlungen führen zum Börsencrash

In den USA werden über 18.000 Unternehmen zahlungsunfähig, vor allem aus dem Eisenbahnbau, auf den sich viele Spekulanten auch in Europa gestürzt haben. In Deutschland haben nicht zuletzt französische Reparationszahlungen Wirtschaft und Börse angeheizt. In kurzer Zeit werden hunderte Aktiengesellschaften gegründet - bis die Blase platzt.

Juden werden beschuldigt die Ursache zu sein

Auf der Suche nach Schuldigen schüren deutsche Konservative den Antisemitismus, sie entdecken wieder den "jüdischen Wucherer" und "Halsabschneider". "Die Juden sind unser Unglück", formuliert der damals sehr bekannte und meistgelesene Historiker Heinrich von Treitschke. Diesen Satz sollten sich ein halbes Jahrhundert später die Nationalsozialisten auf die Fahnen heften.

Die Folge: Emigrationswelle und Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherungen werden eingeführt

Aufgrund der zunehmenden Unruhen und Streiks kommt es zur zweiten großen Emigrationswelle des 19. Jahrhunderts. Viele deutsche Arbeiter flüchten vor der Armut nach Übersee. Es kommt zu einer sozialpolitischen Wende: Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherungen werden eingeführt. Die Lage beginnt sich zu stabilisieren.



1929: "Die große Depression"

Diese Krise markiert ein genaues Datum: Es ist der 25. Oktober 1929. An diesem Donnerstag fallen die Kurse an der New Yorker Börse um 13 Prozent. In Europa spricht man wegen der Zeitverschiebung vom "Schwarzen Freitag". Viele Spekulanten verlieren ihr gesamtes Vermögen. Es folgt eine vier Jahre andauernde Depression, der Dow Jones verliert 90 Prozent seines Wertes. Die sechs Jahre davor hatte sich der Dow Jones mehr als vervierfacht. Die Bewertung der Aktien hatten sich in der Zeit, gemessen am Kurs-/Gewinn-Verhältnis, in den fünf Jahren verdoppelt und waren weit überbewertet.

US-Überproduktion von Konsumgütern

Die Rezession beginnt aber schon 1929, der US-Markt für Konsumgüter ist bereits gesättigt. Der Welthandel gerät in Schieflage, die USA sind nicht nur der größte Exporteur der Welt sondern auch deren größter Gläubiger. Das System bricht zusammen. Das Vertrauen in den Kapitalismus ist beschädigt.

Deflation lässt Handel um fast 70 Prozent schrumpfen

Der Welthandel reduziert sich um fast zwei Drittel. Die Deflation ruiniert viele Betriebe und lässt 1931 das Bankensystem kollabieren.

Gigantische Reparationszahlungen als einer der Kardinalfehler

Neben den USA wird wiederum Deutschland am stärksten betroffen, wo die Reparationszahlungen aus dem Versailler Vertrag die Lage zusätzlich verschlimmern. So zählen laut Ökonomen die hohen Reparationsforderungen zu den schwerwiegenden Fehler, die in die Große Depression mündeten. So musste Deutschland Reparationen von 1,6 Billionen Euro in heutigem Geld zahlen. Die Engländern und Franzosen pochten auf die Zahlungen, das sie aus der Zeit von 1914 bis 1918 ihrerseits hoch bei den USA verschuldet waren. Und die Amerikaner zeigten sich ebenfalls unerbittlich. Weltweit reagiert die Politik hilflos, ein koordiniertes Vorgehen gibt es nicht.

Zinserhöhungen und Steuererhöhung verstärkten die Krise

Inmitten der Deflationsspirale ging die US-Notenbank auf die Forderung der Politik ein und erhöhte die Leitzinsen. Die deutsche Reichsbank verlor so im Zuge der Währungskrise 1930 mehr als eine Milliarde Reichsmark an Devisen. Um dem entgegenzutreten, erhöhte sie den Leitzins von 4 auf 5 Prozent. Nachdem die Kapitalabflüsse anhielten, erhöhte sie die Zinsen letztlich auf 15 Prozent. Zu der Zeit, 1930, lag die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland bei über zwei Millionen.

Die wirtschaftliche Schieflage wurde durch politische Fehler zusätzlich verschärft. So ließen Regierungen angeschlagene Kreditinstitute zu Hunderten pleite gehen, und die Notenbanken erhöhten noch mitten im Abschwung die Leitzinsen und zusätzlich wurden die Verbraucher mit höheren Steuern belastet.

Massenarbeitslosigkeit - Hitler profitiert von katastrophaler Lage

Anfang 1932 war die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf sechs Millionen angestiegen. Die Nationalsozialisten unter Adolf Hitler erhielten bei den Wahlen 38 Prozent der Stimmen und haben so in dieser katastrophalen wirtschaftlichen Lage ihren Stimmanteil verdoppelt.

Goldstandard verschlimmerte Weltwirtschaftskrise

Eine unheilvolle Rolle spielte auch der Goldstandard, dem sich vor allem die Bank of England verschrieb hatte. Vor dem Ersten Weltkrieg hatte die Edelmetall-Bindung der Währung - ursprünglich dazu gedacht den Wert des Geldes zu sichern - auch gut funktioniert. Doch Ende der Zwanzigerjahre erwies sich der Goldstandard als geldpolitische Sackgasse. Denn:

  • 1930 kam es in den USA zu massiven Goldabflüssen.
  • Die Notenbank sah sich gezwungen die Zinsen zu erhöhen.
  • Das Problem: Anleger verloren das Vertrauen in ihre Währung und ließen sie sich den Gegenwert in Gold auszahlen.
  • Damit schmolzen die Edelmetall-Reserven.
  • Um die Abflüsse zu vermeiden, mussten die Zinsen erhöht werden.
  • Mitten in der Depression belastete das die Wirtschaft zusätzlich.

Handelsbarrieren und schuldenfinanzierte Investitionen

Der Goldstandard wird letztlich abgeschafft, gleichzeitig werden aber Handelsschranken errichtet und aus der zyklischen wird eine strukturelle Krise. In Deutschland übernehmen die Nationalsozialisten die Macht, in den USA beginnt eine Phase der Erneuerung, mit schuldenfinanzierten staatlichen Investitionen (New Deal) werden die Lehren der klassischen Ökonomie auf den Kopf gestellt. Die Theorien von John Maynard Keynes bestimmen bald auch die Wirtschaftspolitik anderer Industrieländer.


2008: Finanz- und Wirtschaftskrise

Auch die große Weltwirtschaftskrise 2008 schwelt schon lange vor dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers.

US-Immobilienblase platzt

Bereits 2007 platzt in den USA die Immobilienblase und Hypothekenbanken melden Insolvenz an, Banken müssen Milliardenverluste abschreiben, gehen in den USA zu hunderten Pleite, Hedgefonds brechen zusammen.

Aus der Immobilien- und Bankenkrise wird eine Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Kreditmarkt ist gelähmt, Banken leihen sich untereinander kein Geld mehr. Der Welthandel bricht ein, die Zahl der Arbeitslosen steigt. Ganze Staaten stehen vor dem Finanzkollaps.

Billionen für Konjunktur und Finanzhilfen

Um Deflation und Depression wie in den 1930er-Jahren zu verhindern, koordinieren die großen Industrienationen diesmal ihr gemeinsames Vorgehen. Sie pumpen Billionen in Konjunkturprogramme und Finanzhilfen und verstaatlichen Banken. Der damalige Chef der Federal Reserve (FED), Ben Bernanke, hat nach anfänglichem Zögern schnell die Zinsen gesenkt und zu weiteren Mitteln gegriffen, um den Bankensektor zu stabilisieren. Zentralbanken verfolgen eine unkonventionelle Geldpolitik und erwerben im Kampf um mehr Wachstum und Inflation in großem Stil Staatsanleihen. Bernanke kam zugute, dass er sich als Wissenschaftler intensiv mit der Großen Depression auseinandergesetzt hat. Die Staatsschulden steigen dadurch jedoch in einem bisher nicht gekannten Ausmaß. Um ein weitere Pleitewelle bei Banken zu verhindern und das Finanzsystem stabilier zu machen, werden diese strenger reguliert und beaufsichtigt.


2022: Droht die nächste Weltwirtschafskrise?

Die nächste große Weltwirtschaftskrise bahnt sich mit den Folgen von Corona und Ukraine-Krieg bereits ab und ist bedrohlich nahe. Anzeichen dafür gibt es genug.

Bleibt Gas aus Russland in Europa aus, droht eine tiefe Rezession und mit weitreichenden ökonomischen und soziale Auswirkungen.

Angebotsschock verursacht stark steigende Preise

Die Preise einer Vielzahl von Produkten steigt, obwohl die Nachfrage gleich bleibt, weil sich das Angebot an Gas und teilweise auch an Erdöl verknappt und die Lieferketten weltweit durch die Pandemie nach wie vor gestört ist. Ein Angebotsschock ist die Folge. Bleibt die Lieferung von Gas aus Russland völlig aus, droht vor allem für die Wirtschaft Europas eine massive Rezession.


Der Markt unterschätzt die Tiefe, Breite und die strukturellen Auswirkungen der Krise

Analyse der US-Investmentbank Goldman Sachs

„Die Analysten von Goldman Sachs erwarten durch die Energieknappheit für diesen Winter einen 200-prozentigen Anstieg der Energiepreise für europäische Haushalte im Vergleich zum Vorjahr. Der Höhepunkt der Preissteigerung wird ihrer Einschätzung nach Anfang nächsten Jahres erreicht sein, sofern sich die Bedingungen nicht ändern. Die europäischen Haushalte hätten in diesem Szeanrio eine Energierechnung von 200 Billionen Euro zu begleichen, was einem EU-BIP von 15 Prozent entspricht. Die Warnung von Goldman Sachs ist entsprechend unmissverständlich: „Der Markt unterschätzt die Tiefe, Breite und die strukturellen Auswirkungen der Krise. Wir glauben, dass diese noch tiefgreifender sein werden als die Ölkrise der 1970er Jahre. “

Risiko Rekordschulden

Durch die Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise, Corona und den russischen Angriffskrieg ist die globale Verschuldung auf ein Rekordniveau gestiegen. Laut dem zweiten jährlichen Janus Henderson Sovereign Debt Index wird die weltweite Staatsverschuldung im Jahr 2022 um 6,2 Billionen US-Dollar um 9,5 Prozent auf einen Rekordwert von 71,6 Billionen Dollar steigen. Der Anstieg wird insbesondere von den USA, Japan und China verursacht werden, obwohl fast alle Länder weitere Kredite aufnehmen dürften. Die weltweite Zinslast wird währungsbereinigt um etwa ein Siebtel (14,5 %) auf 1.160 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 steigen.


Eine durch Angebotsschocks verursachte Situation, wie seit dem Anstieg der Energiepreise, ist schwer durch Geldpolitik zu lösen

Ökonom Peter Brandner

Risiko Zinspolitik

Die Notenbanken kommt gerade in Krisen, wie die Vergangenheit zeigte, eine entscheidende Rolle zu. Werden die Zinsen, wie während der Großen Depression, zu stark angehoben, kann das Mitten in einem Abschwung die ökonomischen Probleme verschärfen. Die Inflation wird dadurch zwar eingedämmt, aber wenn die Nachfrage dadurch zu stark einbricht, wird aus einer teilweise gewollten Rezession womöglich ein zu starker Rückgang der Wirtschaft aus dem es schwer wird, wieder herauszukommen. "Eine durch Angebotsschocks verursachte Situation, wie sie seit dem Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise herrscht, ist schwierig durch Geldpolitik zu lösen, weil Geldpolitik nur Nachfrage steuern kann", erläutert Ökonom Peter Brandner.

Wie sehr eine falsche Zinspolitik die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen kann, zeigt das Beispiel Türkei. Die Zentralbank hat trotz steigender Preise auf Druck von Regierungschef Recep Tayyip Erdoğan seit Herbst 2021 die Zinsen von 19 Prozent auf 14 Prozent gesenkt. Er hoffte so Investoren ins Land zu bekommen, hat aber die Preise statt dessen noch mehr angeheizt und eine gewaltige Inflationsdynamik entfaltet. Die Inflation liegt Mitte 2022 bei über 70 Prozent.

Wie sehr sich steigende Strom-, Erdöl- und Gaspreise auswirken und eine falsche Zinspolitik, zeigt das Beispiel Türkei. Das Land deckt fast seinen gesamten Energiebedarf aus dem Ausland, die weltweit steigenden Öl- und Gaspreise wirken sich daher besonders stark auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Die Inflationsrate liegt Mitte 2022 bei über 70 Prozent. Die Zinspolitik der Notenbank seit dem Vorjahr hat die Inflation des Landes aber erst richtig angeheizt. Ziel der Länder, die stark von Energieimporten abhängen, sollte es daher sein die Nachfrage einzudämmen und auf diese Weise den Druck auf die Preise zu senken.

Schwierige Rückführung aufgeblähter Notenbankbilanzen

Ein weiteres Problem, das noch schlagend werden könnte: Die amerikanische Notenbank und die Europäische Zentralbank haben ihre Bilanzen in den vergangenen Jahren durch Anleihekäufe erheblich ausgeweitet. Sie stehen nun vor der Herkulesaufgabe, die Bilanzen um Hunderte Milliarden Euro und Dollar zu reduzieren. Eine heikle Angelegenheit. „Das Zurückfahren der Zentralbankbilanzen ist mit Risiken verbunden, die noch nicht ausreichend gesehen werden", so Frankfurt School of Finance & Management in ihrer Untersuchung "Warum die Schrumpfung der Zentralbankbilanzen eine schwierige Aufgabe ist.“ Mit den Anleihekäufen hat die Notenbanken nämlich Geld in das Finanzsystem gepumpt. „Die Erwartung, dass durch die gestiegene Liquidität auch die Einlagen der Banken steigen, ist nicht aufgegangen. So können bei einem Entzug der Liquidität es zu einer Geldverknappung kommen.

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