
Die Strabag, Österreichs größtes Bauunternehmen, steigert Gewinn und Bauleistung deutlich und hebt nach einem starken ersten Halbjahr 2026 die Jahresziele an. Die Aktie reagierte sofort.
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Der Baukonzern Strabag hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich bessere Ergebnisse erzielt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent auf 174,4 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern erhöhte sich um 25 Prozent auf 119 Millionen Euro.
Auch die Bauleistung wuchs deutlich: Sie stieg um 12 Prozent auf rund 10 Milliarden Euro. Wegen der guten Entwicklung hat Strabag seine Ziele für das gesamte Jahr angehoben.
CEO Stefan Kratochwill spricht von einem „dynamischen und sehr erfolgreichen ersten Halbjahr 2026“. Für das Gesamtjahr erwartet Strabag nun eine Bauleistung von fast 23 Milliarden Euro. Bisher waren rund 22 Milliarden Euro geplant. Auch bei der Ebit-Marge ist der Konzern optimistischer: Sie soll zwischen 5,5 und 6 Prozent liegen.
An der Wiener Börse wurden die Zahlen gefeiert, am frühen Nachmittag lag die Strabag-Aktie mit 13 Prozent im Plus.
Besonders das Geschäft mit Infrastruktur sorgt für Wachstum. In Deutschland gibt es viele neue Ausschreibungen für Bauprojekte. Dabei sollen auch die geplanten staatlichen Investitionen von 500 Milliarden Euro in die Infrastruktur helfen. Gute Chancen sieht Strabag außerdem in Mittel- und Osteuropa, Großbritannien und Australien.
Der Jahresbeginn war wegen des kalten Wetters zunächst etwas schwieriger. Einige Straßenbauprojekte konnten deshalb erst später starten. Im zweiten Quartal nahm das Geschäft aber deutlich an Fahrt auf. Besonders die Bereiche Energie- und Bahninfrastruktur sorgten für Wachstum.
Auch der Auftragsbestand entwickelte sich sehr positiv. Er stieg um 27 Prozent auf rund 36 Milliarden Euro. Damit hat Strabag bereits viele Aufträge für die kommenden Jahre. „Damit haben wir uns bereits eine gute Grundauslastung bis in das Jahr 2028 hinein gesichert“, sagte Kratochwill.
Strabag will außerdem stärker in der Wasserinfrastruktur werden. Im März übernahm der Konzern die WTE-Gruppe und wurde damit zu einem Komplettanbieter für Wasserinfrastruktur. Auch das britische Spezialtiefbauunternehmen Van Elle wurde übernommen. Dadurch will die Strabag ihre Position auf wichtigen Märkten weiter ausbauen,