
Kleinere Trauben, höhere Preise? Ausblick auf die Weinernte 2026.
©APA/APA/HANS KLAUS TECHT/HANS KLAUS TECHTKleine Beeren, frühe Ernte, große regionale Unterschiede - was man über den Jahrgang 2026 bisher weiß. Auch die Apfelernte dürfte um ein Drittel niedriger ausfallen.
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Die erwartete Weinernte fällt heuer aufgrund der Rekordtrockenheit so gering aus wie zuletzt im Jahr 2010. Die Winzer rechnen mit 1,7 Mio. Hektoliter, das sind um 28 Prozent weniger Wein als im Schnitt der Jahre 2021 bis 2025. „Die extreme Trockenheit hat deutliche Spuren hinterlassen. Die Beeren sind vielfach sehr klein", sagte Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager am Donnerstag in Wien. Im Vorjahr gab es mit rund 2,6 Mio. Hektoliter fast eine Rekordernte.
Die Weinernte habe wegen der Hitze „außergewöhnlich früh begonnen", so der Weinbaupräsident bei der Ernte-Pressekonferenz. Die Weinbauern befinden sich bereits mitten in der Ernte. In Niederösterreich, der Steiermark und Wien hat Anfang September die Hauptlese gestartet.
Besonders der Osten Österreichs war heuer von extremer Trockenheit und Hitze betroffen. Die Winzer im Weinviertel erwarten einen Wein-Mengenrückgang von bis zu 40 Prozent.
„Kleine Beeren bedeuten weniger Saft, aber eine hohe Konzentration an wertgebenden Inhaltsstoffen", sagte Schmuckenschlager. Man erwarte „daher besonders aromatische und ausdrucksstarke Weine".
Nicht nur bei der Weinernte, auch bei der Apfelernte kommt es heuer hitzebedingt zu einem deutlichen Einbruch der Erntemenge. Die AMA geht derzeit von einer österreichischen Gesamternte von rund 125.000 Tonnen aus, gegenüber 2025 wäre das ein Einbruch um mehr als ein Drittel, zeigt eine Hochrechnung von Donnerstag.