Staatsanwaltschaft Graz ermittelt gegen Soravia

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 © Soravia/Katharina Kniejski

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Laut Medienberichten ermittelt die Staatsanwaltschaft Graz wegen Verdacht auf Betrug und Untreue gegen den Immobilienkonzern Soravia.

Laut der Tageszeitung Der Standard sei Basis der Ermittlungen gegen den Immobilienkonzern Soravia eine im März 2025 eingebrachte Anzeige, im Fokus stünden mehrere Unternehmensmanager. Die Ermittlungen laufen noch. „Ein Zeithorizont kann derzeit nicht genannt werden“, zitiert die Zeitung die Staatsanwaltschaft. Soravia dementierte die Vorwürfe.

Laut Standard könnte es um den Abzug von Geldern aus den Betreiberfirmen des „Hospiz am Arlberg“ in St. Christoph in Tirol gehen, das der Soravia nahezu zur Gänze gehöre. Der Betrieb stehe still, das Gebäude warte auf eine Sanierung. 20 Millionen Euro seien bis März 2025 von der Dachgesellschaft Hospiz am Arlberg Holding GmbH an andere Soravia-Firmen gegangen. Hinzu kämen hohe Zinszahlungen. Die Abflüsse seien insofern heikel, da in den Betreiberfirmen auch Geld von externen Investoren stecke, denen vertraglich versichert wurde, dass ihre Mittel in das Hospiz fließen.

Eine schwache finanzielle Lage der direkten Betreibergesellschaft Arlberg Hospiz Hotel St. Christoph Werner Gesellschaft m.b.H. KG habe zudem bereits die Steuerberater besorgt. Eine Osttiroler Steuerberatungskanzlei, die mit dem Hospiz befasst sei, schreibe von einer „drastisch verschlechterten finanz- und ertragswirtschaftlichen Situation“, so der Standard. Auch werfe die Kanzlei die Frage auf, warum keine „Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gemäß Insolvenzordnung“ vorliege.

Soravia: Vorwürfe falsch

Von Soravia hieß es am Mittwoch in einer der APA schriftlich übermittelten Stellungnahme, die im Standard dargestellten Vorwürfe seien falsch und würden von Minderheitsgesellschaften benutzt, um einen Ausstieg aus der Gesellschaft zu erzwingen. Ein Gutachter habe keine Verfehlungen der Gesellschafter oder der Geschäftsführung feststellen können. Soravia betonte, der operative Betrieb des Hauses laufe gut und das aktuelle Geschäftsjahr sei das beste in der Geschichte der Institution am Arlberg. Eine Überschuldung liege definitiv nicht vor.

Auf APA-Nachfrage bestätigte ein Soravia-Sprecher, dass das Hotel derzeit geschlossen ist, die Gastronomie sei jedoch in Betrieb.

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