
Hellweg Österreich wird endgültig geschlossen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 23,88 Millionen Euro.
von
Das Aus für die österreichische Tochter der deutschen Baumarktkette Hellweg ist besiegelt. Nachdem die Gespräche mit einer potenziellen Investor:in über die Fortführung der letzten vier Filialen ohne Ergebnis geblieben sind, hat der Sanierungsverwalter in Abstimmung mit dem Unternehmen am Mittwoch beim Landesgericht Linz die Schließung der verbleibenden Unternehmensteile beantragt – wie das Unternehem heute mitteilte.
Betroffen sind im Wesentlichen die Zentrale in Linz sowie leitende Funktionen. Die 17 Mitarbeiter:innen wurden am Donnerstag über die Schließung informiert. Sämtliche Märkte sind bereits geschlossen. Der Abverkauf der restlichen Warenbestände soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.
Über Hellweg war am 30. Juni 2026 am Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden. Zuvor hatte die deutsche Muttergesellschaft am 16. Juni Insolvenz angemeldet. Zu Beginn des Verfahrens betrieb Hellweg in Österreich noch sechs Bau- und Gartenmärkte in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark mit insgesamt 165 Beschäftigten. Laut Kreditschützern belaufen sich die Verbindlichkeiten in Österreich auf 23,88 Millionen Euro, rund 280 Gläubiger:innen sind betroffen. Ihnen wurde eine Quote von 30 Prozent angeboten. Ein Sanierungsplan mit den Gläubiger:innen soll dennoch am Freitag beschlossen werden.