Krypto-Größe Animoca: Wien als Option

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Yat Siu
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Yat Siu, in Wien aufgewachsen, prüft derzeit die österreichische Hauptstadt als möglichen Europasitz für Animoca.©beigestellt
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Der in Wien aufgewachsene Chairman von Animoca Brands, Yat Siu, prüft eine Ansiedlung der Europa-Zentrale in Österreich. Der Börsengang an der Nasdaq wird verschoben.

Yat Siu nutzt jede Gelegenheit, um nach Österreich zu kommen, das Land, in dem er aufgewachsen ist. Im Mai hielt der Co-Gründer von Animoca Brands mit Sitz in Hongkong eine Rede vor Studierenden an der WU und trat bei einer Tagung der Oesterreichischen Kontrollbank auf. Ende Juni ist er zu Gast bei Impact Lech.

Nun könnte die Liaison mit seiner Geburtsstadt Wien sogar noch enger werden „Unser europäisches Hauptquartier war ja bisher London, aber London ist technisch gesehen nicht mehr Europa“, sagt der Chairman über „seine“ Animoca, ein Konglomerat von über 600 Beteiligungen im Kryptobereich. „Wir sind also auf der Suche nach einem Ort für unseren Europa-Sitz.“ Bereits im November hatte er in einem trend-Interview gemeint, dass Wien das Zeug hätte, die Krypto-Hauptstadt Europas zu werden. Logische Frage bei einem Kaffee ein halbes Jahr später: Kommt Wien, das etwa auch die Europazentrale der Kryptobörse Bybit angezogen hat, in Frage? Siu: „Das könnte sein.“ Er gibt an, sich mit Vertretern der Finanzbranche, aber auch mit Investoren wie Johann „Hansi“ Hansmann getroffen zu haben.

Nach hinten verschieben, voraussichtlich ins Jahr 2027, dürfte sich hingegen der für Herbst 2026 angekündigte Börsengang von Animoca an der Nasdaq in New York. Das hängt natürlich zum einen mit dem Kryptoumfeld zusammen: Der Kurs des Bitcoin hat sich im letzten halben Jahr fast halbiert. Der Irankrieg zog operative Troubles bei den Aktivitäten in Abu Dhabi und Dubai nach sich. Und vor allem dreht sich die Tech-Welt so schnell weiter, dass die Börsenstory umgeschrieben werden muss. Siu sprach bereits an der WU über die KI-Agenten-Ökonomie, die letztlich auf Kryptozahlungen basieren werde. „Wenn das wirklich autonome Agenten sein wollen, die uns repräsentieren sollen, dann brauchen sie Geld und Mittel, um zu handeln“ – und das werde wiederum Krypto sein, ist er überzeugt.

In seinem eigenen Leben lässt er derzeit 234 KI-Agenten für sich arbeiten, von der Reiseplanung über das Familienmanagement bis hin zum Patente-Check. „Ende des Jahres werden es tausend sein“, lacht er.

Der Artikel ist im trend.PREMIUM vom 12. Juni 2026 erschienen.

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