
Das erste Mal seit Jänner hat der Bitcoin wieder die Marke von 80.000 US-Dollar (rund 68.000 Euro) geknackt.
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Am Vormittag hatte die älteste und bekannteste Kryptowährung auf der Handelsplattform Bitstamp zwischenzeitlich gut 80.600 Dollar gekostet. Am frühen Nachmittag notierte sie bei fast 78.800 Dollar.
Der zuletzt recht hohe Optimismus am Kapitalmarkt stützte auch riskante Anlagen wie Kryptowährungen. So setzten wichtige US-Aktienindizes in der vergangenen Woche ihre Rekordjagd fort und profitierten damit angesichts des KI-Booms von satten Kursgewinnen der Tech-Giganten. An Asiens Börsen hatten zum Wochenstart vor allem die kräftigen Gewinne in Südkorea und Taiwan die Blicke auf sich gezogen.
Sean McNulty, Leiter des Derivatehandels für den asiatisch-pazifischen Raum beim Krypto-Handelshaus FalconX, sagte:„Die Aktivitäten institutioneller Anleger auf dem Derivatemarkt deuteten auf eine starke Überzeugung hin, dass der Bitcoin-Kurs bis Mitte des Monats auf 85.000 Dollar steigen wird.“
Bitcoin mit Zugewinnen seit Kriegsbeginn
Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran hat der Bitcoin circa ein Fünftel an Wert gewonnen. Dies verdeutlicht, dass digitale Vermögenswerte die militärische Auseinandersetzung in Nahost und den dadurch ausgelösten Ölpreisanstieg samt Inflations- und Zinssorgen recht unbeschadet überstanden haben. Allerdings ist der Bitcoin auch nicht immun gegen neue Nachrichten zum Kriegsgeschehen. So litt er am Montag kurzzeitig unter inzwischen von den USA dementierten Meldungen über einen Beschuss eines US-Kriegsschiffes in der für den globalen Öltransport so wichtigen Straße von Hormuz.
Generell wird der Bitcoin auch von der Aussicht auf weitere regulatorische Erleichterungen in den USA gestützt. Die Hoffnungen richten sich darauf, dass der Senat eine umfassende Krypto-Gesetzgebung auf den Weg bringt.