
2023 war ein herausforderndes Jahr für Start-ups. Viele mussten den Wachstumskurs verlassen und sich neu Richtung Profitabilität ausrichten. Frisches Kapital aufzustellen, gelang nur wenigen. Start-ups aus Berlin, Hamburg, Zürich, Madrid und Athen berichten über ihre Erfahrungen und Erwartungen.
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Vor zwei Jahren hat das Züricher Start-up Yokoy den ersten Standort außerhalb der Schweiz eröffnet -und zwar in Wien. Vom Hamerlingplatz im achten Bezirk aus will das Fintech den österreichischen Markt erobern, was in dem aktuell schwierigen Umfeld zwar herausfordernd, aber nicht unmöglich ist. "Die höheren Zinsen und die wirtschaftliche Instabilität haben vielen unserer Kunden zugesetzt. Aber es gab einige Branchen wie Banken und Luftfahrt, die boomten und wo wir Neukunden gewinnen konnten", sagt Philippe Sahli, Co-Gründer und CEO von Yokoy.
Darunter war mit der Erste Group sogar ein weiteres ATX-Unternehmen. "Wir sind dabei, das ehemalige Spesenmanagementtool der Erste Group durch unsere KI-basierte Softwarelösung zu ersetzen, die in der Lage ist, Belege so zu verstehen und zu verarbeiten, wie Mitarbeiter das bisher getan haben. Geplant ist, dass wir 2024 mit unserem Tool live gehen", sagt Sahli.
Die intelligente Spesenlösung war das erste Produkt, mit dem Yokoy 2019 gestartet ist. Diese wurde dann zu einer umfassenden Plattform für Ausgabenmanagement weiterentwickelt, die Spesen, Lieferantenrechnungen und intelligente Firmenkarten zusammenbringt und mit Hilfe künstlicher Intelligenz entsprechende Prozesse automatisiert. "Unser Ziel ist es, die Welt der Unternehmensausgaben von Grund auf zu modernisieren", sagt Sahli.
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