Eine Ikone wird fünfzig

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Sie verkörpert für viele Kenner die Quintessenz sportlicher Eleganz: Die „Nautilus“ von Patek Philippe gehört zu Recht zu den legendärsten Zeitmessern der Geschichte.

Es gibt nur sehr wenige Uhren mit derartigem Wiedererkennungswert. Egal, ob man von der Zifferblattarchitektur spricht, von der grundsätzlichen Fasson oder von Details wie der Flankenschutzkonstruktion oder den Bandansätzen – die Charakteristika der „Nautilus“ sind gleichermaßen eigenständig wie einprägsam. Kein Wunder also, dass sie für viele das Nonplusultra einer sportlich-eleganten Begleiterin darstellt. Dabei liegt ihre Lancierung bereits fünf Jahrzehnte zurück. Ihr Alter sieht man der tickenden Diva definitiv nicht an.

Enfant terrible der Siebziger.

Die 1976 lancierte „Nautilus“ vereinte auf nie da gewesene Weise Robustheit und Tragekomfort mit sportlicher Eleganz. Dabei verstieß die Neuvorstellung gleich mehrfach gegen die klassischen Codes der Luxusuhrenindustrie: Edelstahl galt als ein für Luxusuhren völlig unübliches Gehäusematerial. Dazu kam eine unkonventionelle Gehäuseform: Die Uhr war weder rund noch rechteckig, vielmehr trug sie eine von Schiffsbullaugen inspirierte oktogonale Lünette mit abgerundeten Ecken – weicher in der Linienführung und damit bewusst etwas eleganter als die 1972 lancierte „Royal Oak“ von Audemars Piguet. 

Unsterbliche Zeitmesser.

Entworfen hatte beide Ikonen der 1970er ein und derselbe Mann – der wahrscheinlich berühmteste Uhrendesigner des 20. Jahrhunderts, der sich auf diesem Weg, mit der Einführung des neuen Genres „Luxussportuhr“, unsterblich machte: Gérald Genta. Die Kraft seiner Entwürfe lag stets in der Ausgewogenheit – scheinbare Leichtigkeit und klare Linienführung, gepaart mit prägnanten Details, wie beispielsweise dem Zifferblatt mit horizontaler Reliefprägung, womit Genta den Charakter und den sportlichen Look der „Nautilus“ verstärkte. Auch beim Gehäuse wurde jede noch so kleine Fläche bearbeitet. Eine raffinierte Oberflächen-Finissierung betonte die Originalität der Linienführung. So sorgte ein Wechselspiel von polierten und satinierten Flächen für wirkungsvolle Effekte.

Auch die Robustheit der Gehäusekonstruktion mit einer Wasserdichtheit von bis zu 120 Metern Tauchtiefe war angesichts der relativ flachen Bauweise der „Nautilus“ eine technische Meisterleistung. Sie setzte in den 1970ern optisch wie technisch neue Standards, die bis heute stimmig wirken. Deshalb blieb die „Nautilus“ auch fünf Jahrzehnte lang attraktiv und begehrenswert, ohne große Updates zu benötigen.

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