Export entscheidet über Österreichs Zukunft

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Wie bleiben österreichische Unternehmen auch in einer neuen Weltwirtschaft international erfolgreich? Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich begleitet heimische Betriebe mit inter­nationalem Know-how, einem weltweiten Netzwerk und praxisnaher Unterstützung – von den ersten Exportschritten bis zur erfolgreichen Expansion auf internationalen Märkten.

Österreich zählt zu den exportstärksten Volkswirtschaften Europas. Doch die Spielregeln des Welthandels verändern sich rasant und machen professionelle Unterstützung für den internationalen Erfolg wichtiger denn je. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als 1,2 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Export ab, die Exporte entsprechen mehr als 50 Prozent der ­österreichischen Wirtschaftsleistung. Rund jeder vierte Steuer-Euro ist laut WKÖ auf die Exportwirtschaft zurückzuführen, die jährlich etwa 30 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben leistet. Die Exportwirtschaft ist damit einer der wichtigsten Wohlstandsmotoren des Landes. Zu den Stärken zählen Maschinenbau, chemische Erzeugnisse, Eisen und Stahl sowie Lebensmittel. Auch Green Tech entwickelt sich dynamisch: Bereits elf Prozent der Warenexporte entfallen auf Umwelt- und Zukunftstechnologien – von erneuerbaren Energien bis zur Wasseraufbereitung.

Neue Spielregeln

Doch droht der Wohlstandsmotor Export ins Stottern zu geraten? Die internationalen Rahmenbedingungen verändern sich schneller und grundlegender als noch vor wenigen Jahren. Die österreichischen Warenexporte gingen 2025 bereits das zweite Jahr in Folge zurück und beliefen sich auf 190 Milliarden Euro. Schwache Industrienachfrage in Europa, geopolitische Spannungen und Handelskonflikte prägen den Welthandel. Wettbewerbsfähigkeit hängt heute nicht mehr nur von Qualität, Innovation und Preis ab, sondern ebenso von resilienten Lieferketten und strategischen Partnerschaften. „Internationale Märkte bieten enorme Chancen. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen schneller als je zuvor. Gerade deshalb brauchen Unternehmen verlässliche Informationen, internationale Netzwerke und Partner, die Entwicklungen früh­zeitig erkennen und daraus konkrete ­Geschäftsmöglichkeiten ableiten“, sagt Michael Otter, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA.

Trotz aller Veränderungen bleibt ­Europa Österreichs wichtigster Wirtschaftsraum: Rund 68 Prozent der Warenexporte gehen in die EU, Deutschland ist mit knapp 30 Prozent Anteil weiterhin der bedeutendste Exportmarkt. Gleichzeitig eröffnen neue Handelsabkommen der Europäischen Union mit den Mercosur-Staaten, Indien, Australien oder ­Mexiko zusätzliche Exportchancen. Da­rüber hinaus sieht die WKÖ auch im ­europäischen Binnenmarkt weiteres Wachstumspotenzial.

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Wo Österreichs Exportwirtschaft zusammenkommt: Rund 2.500 Teilnehmer:innen besuchen jährlich den Exporttag der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA in der WKÖ, um sich über internationale Märkte zu informieren und neue Geschäftskontakte zu knüpfen.

 © www.marko.photo

Internationale Kompetenz

Internationale Chancen entstehen nicht zufällig, sie brauchen Marktkenntnis, Netzwerke und verlässliche Partner. Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA begleitet und unterstützt Unternehmen entlang ihres gesamten Internationa­lisierungsprozesses von der ersten Marktanalyse bis zur erfolgreichen Expansion vor Ort. Mit rund 100 Stützpunkten in über 70 Ländern verfügt sie über eines der dichtesten internationalen Wirtschaftsnetzwerke.

Allein im vergangenen Jahr profi­tierten rund 17.000 österreichische Kund:innen, 16.000 internationale Geschäftspartner:innen sowie 2.500 österreichische Niederlassungen von den ­Serviceleistungen der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA. Die Expert:innen führten 52.000 Beratungen durch und organisierten mehr als 1.000 Veranstaltungen mit insgesamt 39.000 Teilnehmer:innen. Mehr als 64.000 österreichische Exportunternehmen können auf das Netzwerk der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA zurückgreifen.

Ein zentraler Baustein ist außerdem die Internationalisierungsoffensive go-international, eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus und der Wirtschaftskammer Österreich. Umgesetzt wird die Initiative von der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, die Betriebe mit Beratung, Marktinformationen, Veranstaltungen und Direktförderungen unterstützt.

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Die Waren- und Dienstleistungsexporte haben sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Nach dem Rekordniveau 2023 führten die schwierigen internationalen Rahmenbedingungen zuletzt zu einem Rückgang bei den Warenexporten.

Zukunftsmärkte

Wo steckt weiteres Potenzial für Exportwachstum? Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA sieht es unter anderem in Südostasien, ­Indien, Zentralasien, Afrika und Südamerika. Gleichzeitig bleibt auch der europäische Raum ein bedeutender Wachstumsmarkt. Besonders spannend entwickelt sich die Westbalkan-Region: Mit der EXPO 2027 in Belgrad, die vom 15. Mai bis 15. August 2027 stattfindet, rückt die wirtschaftlich dynamische West­balkan-Region noch stärker in den Fokus österreichischer Unternehmen. Die WKÖ hat bereits früh mit den Vorbereitungen begonnen und richtet ihre volle Aufmerksamkeit auf diese Weltausstellung, damit österreichische Unternehmen die Chancen in der Region nutzen können.

Ein weiteres Zukunftsthema ist der Wiederaufbau der Ukraine. Er zählt zu den größten wirtschaftlichen Vorhaben Europas und eröffnet mit einem geschätzten Finanzbedarf von mehr als 500 Milliarden Euro erhebliche Chancen für die österreichische Exportwirtschaft. Dabei können sich Unternehmen auf das AußenwirtschaftsCenter der WKÖ in Kyjiw verlassen, das österreichische Betriebe bei ihren wirtschaftlichen Aktivitäten unterstützt. Im Rahmen von go-international steht zudem der Ukraine Servicepoint zur Verfügung, der zu den Themen Wiederaufbau, Förderungen, Unterstützungen und Veranstaltungen berät.

Wettbewerbsvorteil

„Unsere Businessevents bringen ­Wissen, Märkte und Menschen zusammen. Sie ermöglichen österreichischen Unternehmen, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, internationale Kontakte aufzubauen und konkrete Geschäftschancen zu nutzen“, sagt Gudrun Hager, COO der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA.

Internationale Märkte lassen sich nur mit fundiertem Know-how und starken Netzwerken erfolgreich erschließen. Genau hier setzt die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ auch heuer im Herbst mit internationalen Wirtschaftsveranstaltungen an.

Ein Highlight wird die Applied Artificial Intelligence Conference (AAIC) am 24. September in Wien. Es folgen der Marketplace Austria for Food and Beverages am 14. Oktober, der AFRICA DAY am 19. Oktober – Österreichs größte Wirtschafts- und B2B-Plattform für Afrika – sowie das International Machinery ­Forum am 19. und 20. November, das internationale Industrieunternehmen, Technologieanbieter:innen und Forschungseinrichtungen in Wien zusammenführt.

Ob Industrie, Technologie oder Lebensmittel: Der Erfolg österreichischer Unternehmen auf internationalen Märkten sichert Hunderttausende Arbeitsplätze und finanziert einen wesentlichen Teil unseres Wohlstands.

Internationale Märkte entstehen nicht von selbst. Wer Chancen früh erkennt und auf starke Partner:innen setzt, schafft nachhaltiges Wachstum – für das eigene Unternehmen und für den Wirtschaftsstandort Österreich. Genau dabei un­terstützt die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ als Internationalisierungs- und Innovationsagentur.

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„Export bleibt ein zentraler Wachstums­faktor für Österreich“

Geopolitische Veränderungen, neue Märkte und steigender Wettbewerbsdruck prägen den internationalen Handel. Michael Otter, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, erklärt, worauf es für Österreichs Exportunternehmen jetzt ankommt.

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Michael Otter, Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA

 © nadine studeny

Welche Rolle spielt der Export heute für Österreichs Wirtschaft?

Otter: Der Export ist und bleibt ein zentraler Wachstumsmotor für Österreich. Unsere Unternehmen stehen weltweit für Qualität, Innovationskraft und Verlässlichkeit – das Gütesiegel „Made in Austria“ genießt international großes Vertrauen. Dieses Vertrauen ist aber kein Selbstläufer. Unsere Aufgabe ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, neue Märkte zu erschließen und ihre Wettbewerbsfähigkeit laufend weiterzuentwickeln.

Wie haben sich die geopolitischen Verwerfungen auf den ­österreichischen ­Export ausgewirkt?

Internationale Geschäfte sind anspruchsvoller geworden. Handelskonflikte, geopolitische Spannungen oder volatile Energiepreise erhöhen die Unsicherheit für viele Unternehmen. Gleichzeitig zeigt sich: Wer seine Absatzmärkte breiter aufstellt und flexibel auf Veränderungen reagiert, ist widerstandsfähiger. Diversifizierung ist heute kein Schlagwort mehr, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Wie unterstützt die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA Unternehmen auf ­ihrem Weg in internationale Märkte?

Wir begleiten Unternehmen unabhängig davon, ob sie ihre ersten Exporterfahrungen sammeln oder seit vielen Jahren weltweit erfolgreich tätig sind. Jedes Unternehmen hat andere Anforderungen. ­Deshalb verbinden wir persönliche Beratung mit fundiertem Marktwissen und unserem weltweiten Netzwerk. So helfen wir Betrieben, international zu wachsen.

Wenn Geopolitik zum Exportfaktor wird

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