
Moderatorin Magdalena Wallis diskutierte mit Anna Neureiter (IT-Power Services), Jeannette Gorzala (Act.AI.Now), Robert Graf (ProLion), Christian Sitz (NetApp), Johann Katona (BECOM) und Rainhard Fuchs (Glacier) über Daten als Grundlage für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
©Tim Dornaus epilogy.photographyKünstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit beginnen mit einer verlässlichen Datengrundlage. Beim Executive Circle von Glacier und IT-Power Services diskutierten Expertinnen und Experten, warum Unternehmen gerade jetzt ihre Datenstrategie neu denken müssen.
Jahrzehntelang haben Unternehmen mit mittelmäßigen Daten gearbeitet. „Die künstliche Intelligenz beendet diese Komfortzone“, sagt Jeannette Gorzala, CEO und Gründerin von Act.AI.Now. Denn: „80 Prozent der KI-Arbeit sind Datenarbeit. Viele Unternehmen haben daher kein KI-Problem, sondern ein Datenproblem.“
Wie sich Daten so nutzen lassen, dass sie zum Hebel für nachhaltigen Unternehmenserfolg werden, diskutierten Expertinnen und Experten beim Executive Circle von Glacier und IT-Power Services in Kooperation mit ProLion und NetApp in Wien. Karl Schober, CEO von IT-Power Services, ist überzeugt: Wer Daten und Infrastruktur klug einsetzt, macht IT nicht nur leistungsfähiger, sondern auch klimafreundlicher und schafft damit langfristig echten Wettbewerbsvorteil“.
Der Handlungsdruck wächst. Ab 2. August gelten mit dem AI Act der Europäischen Union neue Transparenz- und Kennzeichnungspflichten für Unternehmen. Für Gorzala ist deshalb klar: „Man soll nicht warten. Jedes Standard-IT-System wird mit einem Update zu einem KI-System.“
Das wichtigste Gut im Unternehmen sind die Daten. Alles andere kann ich kaufen.
Dass Daten heute zu den wertvollsten Unternehmensressourcen zählen, darüber herrschte am Podium Einigkeit. „Das wichtigste Gut im Unternehmen sind die Daten. Alles andere kann man kaufen, Daten nicht“, betont Robert Graf, Geschäftsführer des Datensicherheitsunternehmens ProLion. Umso wichtiger sei es, genau zu prüfen, mit welchen Informationen KI-Systeme trainiert werden. „Mit alten oder ungeeigneten Daten sollte man keine KI trainieren“, sagt Graf. Doch hochwertige Daten entstehen nicht von selbst. „Nicht nur die IT-Abteilungen, auch die Fachabteilungen müssen Verantwortung übernehmen“, sagt Anna Neureiter, Data Governance Managerin bei IT-Power Services. Daten seien vergleichbar mit Samen: „Was ich heute säe, kann morgen eine wunderbare Ernte bringen.“
Daten sind wie Samen: Was ich heute säe, kann morgen eine wunderbare Ernte bringen.
Der Use-Case ist am wichtigsten, erst dann folgen Projekt und Ideenfindung.
Parallel dazu wachsen die Datenmengen rasant. „Die Daten explodieren“, sagt Christian Sitz, Manager Solutions Engineering beim Datenmanagement-Unternehmen NetApp. Unternehmen müssten Daten deshalb möglichst effizient speichern, zentral verwalten und konsequent schützen. Gleichzeitig warnt Johann Katona von BECOM angesichts knapper werdender Speicherressourcen: „Es ist Zeit, ins Sparen zu kommen.“ Für Sitz beginnt jede erfolgreiche Datenstrategie nicht bei der Technologie, sondern beim Nutzen: „Der Use-Case ist am wichtigsten. Erst wenn klar ist, was ich mit meinen Daten erreichen möchte, folgen Projekt und Ideenfindung.“ Nachhaltigkeit und Digitalisierung müssten dabei gemeinsam gedacht werden.
Die Diskussion zeigte deutlich: Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung lassen sich nicht getrennt voneinander betrachten. Sie basieren auf derselben Voraussetzung: einer belastbaren Datengrundlage. Dazu meint Rainhard Fuchs, CEO von Glacier: „Daten sind heute die Grundlage für jede ernsthafte Nachhaltigkeitsentscheidung – ob ESG-Reporting, Ressourceneffizienz oder Transformation. Genau deshalb bringen wir bei Glacier Partner zusammen, die diesen Weg gemeinsam gehen wollen. Community ist der Multiplikator.“ Was auch klar ist: Wer heute in Datenqualität, Governance und Datensicherheit investiert, erfüllt nicht nur regulatorische Anforderungen, sondern schafft die Basis für bessere Entscheidungen und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.