
Der Houskapreis verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit wirtschaftlicher Relevanz. Die B&C Privatstiftung stellt diesen Anspruch mit ihrem Forschungspreis in den Mittelpunkt.
Wirkung. Österreich zählt zu den forschungsstärksten Ländern Europas. 16,1 Milliarden Euro flossen zuletzt in Forschung und Entwicklung, die Forschungsquote liegt mit 3,35 Prozent des BIP auf einem historischen Höchststand. Doch Spitzenwerte allein reichen nicht. Die entscheidende Frage lautet: Wie wird aus wissenschaftlichen Erkenntnissen wirtschaftliche Wirkung? Genau darum geht es beim Houskapreis.
Seit 2005 zeichnet die B&C Privatstiftung mit dem von ihr initiierten Preis Projekte aus, die den Transfer von der Forschung in die Praxis erfolgreich meistern. Mit einem Gesamtpreisgeld von 760.000 Euro gilt er als Österreichs größter privat vergebener Preis für anwendungsnahe Forschung. Im Fokus stehen Innovationen, die nicht bloße Theorie bleiben, sondern konkrete Wirkung entfalten: in Unternehmen, Technologien oder gesellschaftlichen Anwendungen.
Auszeichnung. Den Höhepunkt bildet die festliche Preisverleihung, bei der die goldene Houskapreis-Statue für herausragende Forschungsleistungen vergeben wird. Diese fand heuer am 21. April 2026 im MuseumsQuartier in Wien statt.
Die Stiftungsvorstände Erich Hampel, Wolfgang Hofer und Birgit Noggler begrüßten rund 400 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung.
Spitzenforschung. Im Zentrum des Abends standen die prämierten Projekte aus den Bereichen Hochschulforschung, außeruniversitäre Forschung sowie Forschung und Entwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen. Heuer wurden pro Kategorie erstmals drei Forschungsprojekte nominiert, die damit allesamt als Gewinner hervorgingen. Der erste Platz ist mit 150.000 Euro dotiert, der zweite mit 70.000 Euro und der dritte mit 30.000 Euro.
Die Auswahl der Projekte erfolgt in einem zweistufigen Verfahren durch Fachbeiräte und eine Jury aus anerkannten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft. Entscheidend sind dabei neben wissenschaftlicher Exzellenz insbesondere der Innovationsgrad, die wirtschaftliche Umsetzbarkeit und der konkrete Nutzen.
Schülerjury. Zusätzlich wurde der Mariella-Schurz-Preis vergeben: Schülerinnen und Schüler der Sir Karl Popper Schule bewerteten alle nominierten Einreichungen aus ihrer Perspektive und prämierten das beste Forschungsprojekt.
Bühne. Die Veranstaltung versteht sich nicht nur als Auszeichnung, sondern als Bühne für Wirkung. In Talkformaten berichteten frühere Preisträger und Anwender darüber, wie aus Forschung konkrete Anwendungen entstanden sind und welche Dynamik daraus für Wirtschaft und Gesellschaft entsteht. Diese Wirkung wird auch über den Abend hinaus gedacht: Mit einer Experimentierbox als Give-away ermöglicht die B&C Privatstiftung rund 100 Kindern die Teilnahme an der Kinderuni Wien und fördert so frühzeitig den Zugang zu Wissenschaft und Forschung.
Qualitätssiegel. Für die ausgezeichneten Forschungsteams bedeutet bereits die Auswahl für den Houskapreis einen entscheidenden Schritt: erhöhte Sichtbarkeit, neue Kooperationen und ein Qualitätssiegel, das weit über die Forschung hinaus wirkt. Für die Öffentlichkeit wiederum eröffnet der Houskapreis einen Einblick in jene Innovationen, die unsere Zukunft prägen, oft lange bevor sie im Alltag angekommen sind. So wird der renommierte Forschungspreis der B&C Privatstiftung zur Schnittstelle zweier Welten, die eng zusammengehören: Wissenschaft und Wirtschaft. Und genau darin liegt seine besondere Bedeutung für den Standort Österreich.


Houskapreis
Platzierungen des Houskapreises 2026
Kategorie Hochschulforschung:
1. Platz: TU Wien, Projekt: The Hotter, the Better – Mikrometer- dünne Schichten für maximale Performance
2. Platz: Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Projekt: Menschliche Herzmodelle revolutionieren die Wirkstoffsuche
3. Platz: Medizinische Universität Wien, Projekt: Smart Versatile Auto-Stop Navigation-Bohrplattform (SVAN) Kategorie Außeruniversitäre
Forschung:
1. Platz: AIT Austrian Institute of Technology, Projekt: Voltera – KI-gestütztes Netzmanagement für sichere, flexible Energie
2. Platz: Joanneum Research, Projekt: PyzoFlex – ensortechnologie der Zukunft
3. Platz: AIT Austrian Institute of Technology, Projekt: Green Manikin – KI-gestütztes Mixed-Reality-Erste-Hilfe-Training
Kategorie Forschung & Entwicklung in KMU:
1. Platz: sendance GmbH, Projekt: sendance Plattform
2. Platz: AT Space GmbH, Projekt: AstroLink
3. Platz: Ocean Maps GmbH, Projekt: Ocean Maps – Digitaler Zwilling
Was der Preis ermöglicht
Ausgezeichnete Projekte entwickeln sich weiter. Sie schaffen konkrete Anwendungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie.


Weiterentwicklung. Scheinwerferlicht, Anerkennung und Applaus, garniert mit einem beachtlichen Preisgeld. Dass die Verleihung des Houskapreises für die Gewinner ein außergewöhnlicher Moment ist, liegt auf der Hand. Doch was passiert danach? Und welche Wirkung entfaltet der Preis langfristig? Der Houskapreis wirkt weit über die Auszeichnung hinaus. Er erhöht die Sichtbarkeit anwendungsnaher Forschung in Österreich, stärkt den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und bringt zusätzliche finanzielle Mittel sowie Ressourcen in den Forschungsbereich.
Wie konkret diese Effekte aussehen, zeigt das Beispiel von Bernhard Haslhofer. Er hat 2024 mit seinem Team vom Complexity Science Hub Vienna den zweiten Platz in der Kategorie Außeruniversitäre Forschung belegt. „Durch den Transfer unserer Forschungsergebnisse in operative Werkzeuge, maßgeblich ermöglicht durch den Houskapreis, konnten die bayerischen Strafverfolgungsbehörden 373.000 illegale Darknet-Seiten abschalten“, sagt Haslhofer. Sein Projekt Crypto Finance ermöglicht tiefgreifende Einblicke in Kryptoasset-Ökosysteme und wird inzwischen über ein Spin-off als einsatzfähiges Werkzeug vertrieben.
Auch in der Raumfahrt hat der Preis nachhaltige Spuren hinterlassen. Bernhard Seifert von der FH Wiener Neustadt wurde 2019 für die Entwicklung eines hochintegrierten Ionentriebwerks ausgezeichnet. Heute sind entsprechende Technologien im Einsatz, und der Effekt reicht über das einzelne Projekt hinaus. „Der Preis hat wesentlich dazu beigetragen, die Sichtbarkeit der österreichischen Weltraumforschung zu erhöhen“, bestätigt Seifert.
Für Unternehmen ist der Houskapreis oft ein Türöffner. Gerald Mitteramskogler von der Incus GmbH, Gewinner 2024, berichtet: „Mittlerweile betreibt unser größter Kunde elf unserer Drucksysteme in der Serienfertigung.“ Der Preis habe entscheidend zur internationalen Positionierung beigetragen und zusätzliche Sichtbarkeit geschaffen.
Dass der Weg von der Forschung in die Anwendung Zeit und Ausdauer erfordert, zeigt ein weiteres Beispiel. Das Projekt zur enzymatischen Detoxifizierung von Fumonisinen, Siegerprojekt in der Hochschulforschung im Jahr 2014, war zunächst ein Nischenthema. Heute ist die Technologie in der Tierernährung etabliert. Gerd Schatzmayr, der die industrielle Umsetzung des Projekts von Reingard Grabherr von der BOKU Wien maßgeblich begleitet hat, bringt es auf den Punkt: „Damit Forschung den Schritt von der Idee zur globalen Anwendung schafft, braucht es wissenschaftliche Exzellenz, einen klaren Fokus auf Kundennutzen und langfristige Investitionen.“
Wie die besten Projekte ausgewählt werden
Wer erhält den Houskapreis? Darüber entscheidet ein klar strukturiertes, zweistufiges Auswahlverfahren. Die B&C Privatstiftung vergibt den Houskapreis in den drei Kategorien Hochschulforschung, Außeruniversitäre Forschung und Forschung & Entwicklung in KMU. Diese werden getrennt voneinander beurteilt.
Im ersten Schritt sind die Fachbeiräte am Wort. Sie prüfen die Einreichungen, ziehen bei Bedarf externe Gutachten heran und erstellen eine erste Reihung der Projekte. Die finale Entscheidung trifft die international renommierte Jury.
Ab 2026 werden pro Kategorie drei Projekte statt bisher fünf nominiert. Damit zählt jedes nominierte Forschungsteam bereits zu den Gewinnern. Die Fachgremien wählen pro Kategorie jene Projekte aus, die wissenschaftlich überzeugen und gleichzeitig den Schritt in die Anwendung schaffen.
Die Platzierung entscheidet über die Höhe des Preisgeldes. 150.000 Euro erhält das erstplatzierte Projekt, 70.000 Euro das zweitplatzierte und 30.000 Euro das drittplatzierte. Insgesamt stellt die B&C Privatstiftung 760.000 Euro, inklusive Mariella-Schurz-Preis, bereit und macht den Houskapreis damit zum größten privaten Preis für anwendungsnahe Forschung. Die Erstplatzierten erhalten zudem die goldene Houskapreis-Statue, die im Rahmen der feierlichen Verleihung durch den Stiftungsvorstand überreicht wird.
In der Hochschulforschung sind Rolf Breinbauer von der TU Graz, Volker Markl von der TU Berlin, Michael Obersteiner von der University of Oxford, Martin Payer von der FH Joanneum und Eva Schernhammer von der MedUni Wien für die Bewertung verantwortlich.
In der Außeruniversitären Forschung wirken Frank Floessel von der ETH Zürich, Stefan Harasek vom Österreichischen Patentamt, Kurt Hofstädter von Siemens Österreich, Martin Payer von der FH Joanneum und Karen Uhlmann von Omeicos Therapeutics mit.
Für Forschung & Entwicklung in KMU bewerten Alexa Gorman von SAP, Philipp Hainzl von LISAvienna, Stefan Harasek vom Österreichischen Patentamt, Michael Längle von RAG Austria und Sonja Sheikh von ACR Austrian Cooperative Research und FORWIT die Einreichungen.
Die Jury besteht aus Markus Hengstschläger von der MedUni Wien, Sabine Herlitschka von Infineon Technologies Austria, Anke Kaysser-Pyzalla vom DLR Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt, Stefan Poledna von TTTech Auto und Alexander Schwartz von xista science ventures Management.
Damit wird der Houskapreis ausschließlich von unabhängigen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft bestimmt. Das ist ein entscheidender Faktor für die hohe Qualität und Glaubwürdigkeit des Forschungspreises.
B&C-Gruppe: Zukunft durch Wertorientierung
Die B&C-Gruppe vereint die operativen Holdinggesellschaften der unabhängigen B&C Privatstiftung. Sie investiert in börsennotierte und in private Industrie-sowie Industrial-Tech-Unternehmen und verfolgt das Ziel, über ihr wertsteigerungsorientiertes Beteiligungsgeschäft den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken.


Management der B&C-Gruppe (v. l.): Patrick Lackenbucher, Thomas Zimpfer und Julia Reilinger.
© Alexander MüllerWirkung mit Wert. Aus ihrem Stiftungszweck heraus engagiert sich die B&C Privatstiftung seit mehr als zwei Jahrzehnten für das österreichische Unternehmertum und einen starken Wirtschaftsstandort. Die operative Umsetzung erfolgt über die B&C-Gruppe, die Unternehmen in unterschiedlichen Entwicklungsphasen als Eigentümerin begleitet, stets mit Fokus auf langfristige Stabilität und Wertsteigerung.
Neue Investments. In einem wirtschaftlich sich radikal verändernden Umfeld setzt die B&C-Gruppe auf Weiterentwicklung durch aktives, aber auch flexibles Investieren und plant, in den kommenden Jahren über 300 Millionen Euro in den Erwerb neuer Beteiligungen zu investieren. „Auch im hoch anspruchsvollen Umfeld werden wir weitere Investments vornehmen und unsere Stärken nutzen, um Chancen aktiv zu ergreifen“, erklärt B&C-Geschäftsführer Patrick Lackenbucher. Investitionen über Österreich hinaus sind dabei möglich, sofern sie für den heimischen Wirtschaftsstandort relevant sind.
Flexible Modelle. Um den unterschiedlichen Anforderungen ihrer Beteiligungen gerecht zu werden, hat die B&C ihre Investitionsstrategie weiterentwickelt. Neben Mehrheitsbeteiligungen setzt sie zunehmend auf flexible Modelle, von qualifizierten Minderheitsbeteiligungen bis hin zu Co-Investments mit strategischen Partnern. „Wir sind überzeugt, dass sich jedes Unternehmen in diesen neuen Wirtschaftszeiten mit den Voraussetzungen für langfristige Wertsteigerung auseinandersetzen muss. Dazu gehört heute auch die gezielte Suche nach der jeweils optimalen Gesellschafterstruktur“, so B&C-Geschäftsführer Thomas Zimpfer. In diesem Rahmen wurde bei Lenzing der Einstieg eines strategischen Partners ermöglicht. Bei Steyr Motors wie auch bei Frequentis oder TTTech positionierte sich die B&C als österreichische Ankeraktionärin.
Diversifiziertes Portfolio. Das Portfolio der B&C-Gruppe wurde über die letzten Jahre breiter diversifiziert. Die B&C ist bereits an etablierten österreichischen börsennotierten und außerbörslichen Unternehmen wie AMAG, Lenzing, Semperit, Steyr Motors, Frequentis oder TTTech sowie an internationalen Tech-Unternehmen beteiligt. Über die B&C Innovation Investments investiert die B&C auch in technologieorientierte Wachstumsunternehmen im Industrial-Tech-Bereich. Hierunter fällt beispielsweise das Quantencomputer-Unternehmen ParityQC. „Bei unseren Scale-up-Beteiligungen haben wir gute Erfahrungen mit partnerschaftlichen Beteiligungsstrukturen gemacht. Hier legen wir auch großen Wert auf starke Gründerteams“, sagt Julia Reilinger, Geschäftsführerin der B&C Innovation Investments.
B&C Privatstiftung
Die B&C Privatstiftung leistet einen stabilen und verlässlichen Beitrag zur Entwicklung der österreichischen Wirtschaft in einem dauerhaft dynamischen Umfeld.


© Georg Wilke
Klarer Auftrag. Seit ihrer Gründung vor mehr als 25 Jahren verfolgt die B&C Privatstiftung ein Ziel: die Förderung des österreichischen Unternehmertums. Dieser Stiftungszweck ist unverändert, und gerade darin liegt seine Stärke. Lange Zeit stand er klar für Stabilität und Kontinuität. Heute muss er vor dem Hintergrund neuer wirtschaftlicher und geopolitischer Realitäten weitergedacht werden.
„Der Stiftungszweck verkörpert eine Haltung. Unternehmertum hat sich immer gewandelt, und wir müssen uns mit ihm weiterentwickeln. Entscheidend ist dabei, die Chancen zu suchen und zu nutzen, die sich aus diesen Veränderungen ergeben“, betont Stiftungsvorstand Wolfgang Hofer. Damit wird der Anspruch der Stiftung deutlich: Kontinuität im Ziel, Flexibilität in der Umsetzung.
Werte sichern. Die Umsetzung erfolgt über wertsteigerungsorientierte Investitionen in Unternehmensbeteiligungen, ausgewählt und begleitet von den operativen Holdinggesellschaften der B&C-Gruppe. Im Fokus steht die Chance von langfristiger Wertentwicklung. Das bringt absehbar Stabilität und ermöglicht die Weiterentwicklung von Unternehmen im Interesse des Wirtschaftsstandorts Österreich.
„Die Zeiten haben sich geändert. Daher ist es sinnvoll, Beteiligungsverhältnisse flexibel zu gestalten, von Mehrheiten bis hin zu strategischen Partnerschaften. Diese Flexibilität schafft Handlungsspielraum und ermöglicht es, auf unterschiedliche Bedürfnisse der Unternehmen und Entwicklungen gezielt zu reagieren“, erklärt Stiftungsvorstandsvorsitzender Erich Hampel.
Impulse setzen. Für die Stiftung sehr wichtig: Sie engagiert sich in den Schwerpunktbereichen Forschung und Bildung. Sie will damit gezielte Impulse zur Stärkung von Innovationskraft und unternehmerischem Denken in Österreich setzen.
„Wir erfüllen den Stiftungszweck nicht nur über wertsteigerungsorientierte Investments, sondern auch über gemeinwohlorientierte Initiativen wie den Houskapreis, die MEGA Bildungsstiftung oder eXplore! sowie über zahlreiche wissenschaftliche Projekte. Denn diese Bereiche stärken die Wertschöpfung und bilden das zentrale Fundament für eine wettbewerbsfähige Wirtschaft“, so Stiftungsvorständin Birgit Noggler.
Stabiler Partner. Die B&C Privatstiftung behauptet ihre Rolle als zentraler Akteur und stabiler Partner der österreichischen Wirtschaft. Unabhängig, längerfristig orientiert und gestaltend schafft sie die Voraussetzungen für unternehmerischen Erfolg und setzt dort gezielt Impulse, wo Zukunft entsteht.