
Für alle jene, denen die üblichen Sommerreiseziele, also Italien, Griechenland und Spanien, zu heiß sind, hat der trend-Traveller einige Empfehlungen.
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„Coolcation“ ist auch diesen Sommer wieder ein arg strapaziertes Wort. Gemeint ist, Ferien dort zu machen, wo man auch im Sommer mit erträglichen Temperaturen rechnen kann. Also das zu machen, was man früher „Sommerfrische“ genannt hat. Doch von einem richtigen Urlaubstrend Richtung Norden zu sprechen, also dorthin, wo es heutzutage etwas kühler und klarer ist, wäre eine Übertreibung. Selbstverständlich zieht es die meisten Urlauber wieder in den Süden, also nach Griechenland, nach Italien, nach Spanien, vielleicht auch in die Türkei. Für alle jedoch, die noch nicht gebucht haben und neue Sommererfahrungen suchen, hat der trend-Traveller einige Empfehlungen.
Perfekt für den Aktivurlaub: Die Lofoten
Fußballstadien sieht man zurzeit ja zur Genüge. Eines der schönsten Stadien befindet sich jedoch nicht in den USA, in Kanada oder in Mexiko, sondern auf der Inselgruppe der Lofoten (siehe Bild oben). Es liegt auf einer kleinen Insel, umgeben von Meer und schneebedeckten Bergen. Das ist selbstverständlich längst nicht alles, was diese Inselgruppe, die zu Norwegen gehört, zu bieten hat. Dramatische Landschaft, die Mitternachtssonne in den Sommermonaten, wenn die Sonne wochenlang kaum untergeht, Fjorde, Sandstrände, kleine Fischerdörfer wie Reine, Henningsvær und Nusfjord mit ihren kleinen Häfen und den traditionellen roten Fischerhütten. Die Lofoten sind ideal für alle, die Outdooraktivitäten schätzen, fürs Wandern, Kajakfahren, Angeln, Surfen und Bergsteigen.
Die dänische Riviera. Lange und weiße Sandstrände zeichnen den Küstenstreifen nördlich von Kopenhagen aus. Sie sind eine gute Alternative zu den überhitzten Mittelmeerstränden.
© Tine UffelmannStrandurlaub: Die dänische Riviera
Wer nach Skandinavien reist, muss auf eine Riviera nicht verzichten. Einen Hauch von Riviera-Feeling findet man nicht einmal eine Autostunde von Kopenhagen entfernt, in der Provinz Nordseeland, an jenem Küstenabschnitt an der Ostsee, den man die „Dänische Riviera“ nennt. Mit langen, weißen Sandstränden, Fjorden, malerischen Fischerdörfern. Es gibt auch Schlösser (Schloss Frederiksborg!) und andere historische Sehenswürdigkeiten. Langweilig wird einem hier nicht. Und ist dann doch einmal schlechtes Wetter: Ins Museum Louisiana in Humlebæk, eines der weltweit besten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst, ist es nicht weit.
Der Stockholmer Schärengarten. Grinda ist eine der vielen Inseln vor den Toren Stockholms. Hier lassen sich
besonders gut „coole“ Sommertage verbringen.
Island Hopping: Die Schären vor Stockholm
Im Sommer ist Stockholm vermutlich die schönste Stadt der Welt. Und dennoch verlässt man sie gerne, um den Schärengarten vor der Stadt zu erkunden. Dank eines regen Linienschiffsverkehrs sind viele Inseln leicht und gut zu erreichen. Es ist eine Bilderbuchwelt. Kleine Inseln mit bunten Holzhäusern, mit Badestegen und mit viel Grün. Der trend-Traveller mag besonders die Insel Grinda. Dort sitzt er gerne auf der Terrasse des Grinda Wärdshus (grinda. se), einer eleganten Jugendstilvilla, in der man auch übernachten kann, erfreut sich an arktischem Saibling, trinkt kühlen Weißwein und blickt hinaus auf die See. Grinda hat einen kleinen Strand. Sommer kann nicht schöner und entspannter sein.
Helsinki. Der Dom zu Helsinki ist nur eine von vielen Sehenswürdigkeiten, die die finnische Hauptstadt zu bieten hat. Im
Sommer ist Helsinki das perfekte Städtereiseziel.
Das Städtereiseziel: Helsinki
Die Stadt hat alles, was es zu einem sehr lohnenden Städtereiseziel braucht. Tolle Architektur, vor allem von Alvar Aalto (Konzerthalle Finlandia, Restaurant „Savoy“, akademische Buchhandlung, Studio Aalto und einiges mehr), ausgezeichnete Hotels (von Klassikern wie dem Hotel Kämp bis zu Boutiquehotels wie dem St. George), herausragende Museen (Kiasma, Amos Rex), eine spannende Gastroszene, Parkanlagen, einen Hafen. Ein Ausflug auf die Festungsinsel Suomenlinna sollte auch in einem Besuchsprogramm Platz finden.
Dieser Artikel ist in der trend.EDITION vom 26. Juni 2026 erschienen.