Wifo: Sondereffekt bremste BIP im 2. Quartal leicht

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Wifo: lediglich statistischer Effekt, keine Konjunkturabschwächung
 © HANS KLAUS TECHT, Themenbild, Apa
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Die heimische Wirtschaft hat heuer im zweiten Quartal einen leichten Dämpfer bekommen. Nach sechs Zuwächsen in Folge schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um 0,1 Prozent, geht aus dem aktuellen Wifo-Konjunkturbericht hervor. Der Rückgang war dabei allerdings überwiegend statistischer Natur: Zuzuschreiben sei er einem kräftigen Anstieg der Gütersubventionen bei markantem Rückgang der Gütersteuern, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag mit.

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In seiner Schnellschätzung im August war das Wifo noch von einer stagnierenden Entwicklung gegenüber dem Vorquartal ausgegangen. Das Minus sei allerdings "kein Anzeichen einer Konjunkturabschwächung", denn die Bruttowertschöpfung habe im zweiten Quartal um 0,1 Prozent zugelegt, heißt es in der Aussendung. Der Anstieg der Gütersubventionen und der gleichzeitige Rückgang der Gütersteuern hätten sich unmittelbar negativ auf das BIP ausgewirkt, ohne dass eine schwächere Realwirtschaft zugrunde gelegen sei.

Auf der Angebotsseite sei weiterhin eine Zweiteilung zu beobachten gewesen: Die Herstellung von Waren habe moderate Zuwächse eingefahren, im Bauwesen gehe es wirtschaftlich, mit Ausnahme des ersten Quartals 2025, bereits seit dem vierten Quartal 2020 bergab. Nachfrageseitig habe es daher ein deutliches Plus bei den Ausrüstungsinvestitionen gegeben, also Ausgaben von Unternehmen für Maschinen, Fahrzeuge oder technische Anlagen, während die Bauinvestitionen geschrumpft seien.

Die Beschäftigung habe im zweiten Quartal nahezu stagniert, die Arbeitslosenquote liege seit Juni 2026 auf einem mehrjährigen Höchststand. Trockenheit und Hitze hätten Landwirtschaft und Stromerzeugung aus Wasserkraft belastet, der Tourismus habe unterdessen im Sommer ein neues Nachfragehoch erlebt.

Für die kommenden Monate rechnet das Wifo mit einer Konjunkturaufhellung. Wichtige Vorlaufindikatoren hätten sich im August auf breiter Front verbessert, "getragen von einer international beobachtbaren Erholung der Industriekonjunktur".

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