Wiener Börse zum Wochenausklang erholt, ATX +1,4 %

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Zurückgehende Ölpreise stützen etwas
 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
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Die Wiener Börse hat die moderaten Vortagesverluste am Freitag wieder wettgemacht. Rückenwind lieferten in einem bis dato meldungsarmen Geschäft die etwas zurückgehenden Ölpreise. Der ATX stieg am Nachmittag um 1,41 Prozent auf 6.978,97 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 1,36 Prozent auf 3.418,54 Zähler hinauf. Ähnlich fest tendierte das europäische Umfeld.

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Am Mittwoch war ein Ausflug des ATX über die Marke von 7.000 Punkten nur ein sehr kurzer geblieben, wobei steigende Ölpreise und Anleiherenditen der Rally den Wind aus den Segeln nahmen. Auf Wochensicht dürfte der Leitindex dennoch einen Gewinn von 2,7 Prozent einfahren.

Vor dem Wochenende kamen die Ölpreise dagegen nach Anzeichen über neue diplomatische Bemühungen zur Öffnung der Straße von Hormuz wieder etwas zurück. Mit aktuell knapp 105 US-Dollar für ein Barrel der Referenzsorte Brent bleiben sie aber auf hohem Niveau. Der Iran hat den USA nach Medienberichten einen neuen Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein mögliches Ende des militärischen Konflikts vorgelegt.

Eine Entspannung im Nahen Osten würde auch die Wachstumshoffnungen in Europa anfachen, zumal zuletzt auch Konjunkturdaten positive Signale gebracht hatten. Mit Blick auf die deutsche Wirtschaft schreiben die Marktstrategen der Berenberg Bank etwa, es gebe glaubwürdige Anzeichen einer Erholung. Ein infolge der Landtagswahlen im September komplexeres politisches Umfeld überwiege nicht den anhaltenden Wiederaufschwung bis 2028 und den Reformstau - wobei Letzterer weniger ambitioniert ausfalle als ursprünglich erhofft. Ermutigende makroökonomische Daten und Gewinnwachstum würden eine konstruktive Haltung zu deutschland-abhängigen Aktien erlauben.

Vor diesem Hintergrund standen zum Wochenausklang europaweit vor allem konjunktursensible Branchen in der Anlegergunst. In Wien betraf dies insbesondere die Bankwerte, sodass Erste Group, BAWAG und RBI mit Gewinnen von bis zu 2,9 Prozent die Spitzenplätze im ATX einnahmen.

Die Entspannung am Ölmarkt wurde auch bei den anderen Branchen widergespiegelt. Während OMV mit einem Abschlag von 1,7 Prozent die einzigen klaren Verlierer im Leitindex waren, reihten sich die energieintensiven Industriewerte weit vorne ein. voestalpine und Wienerberger gewannen bis zu 1,7 Prozent.

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