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Damit ging es für den technologielastigen Nasdaq-100 um 2,02 Prozent auf 29.950,82 Punkte abwärts. Der breiter gefasste Nasdaq Composite gab 1,88 Prozent auf 26.692,869 Zähler nach. Der S&P-500 fiel um 1,11 Prozent auf 7.718,94 Punkte. Der Leitindex Dow Jones schloss mit einem kleinen Minus von 0,09 Prozent bei 51.621,48 Punkten.
Grund für die negative Überraschung bei der Inflation waren die hohen Preise für Kraftstoff und Heizöl. Besorgniserregend aber sei insbesondere der im bisherigen Verlauf des Oktobers zu beobachtende erneute Anstieg der Preise an den Zapfsäulen, sagte Dirk Chlench, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Die US-Inflation steuere daher in den nächsten Monaten auf eine Rate von mehr als vier Prozent im Vorjahresvergleich zu.
Bei den Einzelwerten blieben Aktien aus der Finanzbranche im Fokus. Papiere der Bank of America sackten um 4,8 Prozent ab. Das US-Finanzministerium hatte gegen die Großbank Strafen von mehr als 1,21 Milliarden Dollar wegen Verstößen gegen Geldwäsche-und Sanktionsgesetze verhängt. Unter anderem habe das Geldhaus chinesische Geldwäsche-Netzwerke nicht gemeldet, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Zudem waren die Erträge der Bank im Handel mit Anleihen, Devisen, Rohstoffen und Aktien im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Anteilscheine von Morgan Stanley verloren nach der Quartalsbilanz der Bank 2,8 Prozent. Auch überraschend hohe Erträge des Geldhauses im Aktienhandel konnten den Kurs nicht stützen. Vielmehr habe auch dieses Finanzinstitut unter dem Strich enttäuscht und damit den Abschluss einer eher schwachen Berichtssaison für die Großbanken gebildet, hieß es am Markt.
Papiere von Blackrock hingegen legten um 0,7 Prozent zu. Der weltweit größte Vermögensverwalter hatte im dritten Quartal netto rund 20 Prozent mehr neue Mittel akquiriert als erwartet.
Unter den Techwerten mussten die Anleger von Coreweave einen Kurssturz um 15,5 Prozent verkraften. Die Anleihen des Anbieters von KI-Cloud-Computing-Diensten waren auf ein Niveau abgesackt, das in der Regel auf finanzielle Schwierigkeiten hindeutet. Dies warf ein Schlaglicht auf die erheblichen Finanzierungsrisiken, die mit dem schuldenfinanzierten Aufbau der Infrastruktur rund um Künstliche Intelligenz verbunden sind. Und diese Risiken nehmen noch zu, falls die Zinsen nun tatsächlich stärker steigen sollten.
In dem wieder von erheblicher Unsicherheit geprägten Umfeld trennten sich Anleger reihenweise von Technologiewerten. So büßten die Aktien von Nvidia, Meta, Intel und ARM Holdings zwischen gut drei und fast sieben Prozent ein.
Speziell in der IT- und Hardware-Branche mussten die Aktien von HP Inc, Netapp und Dell Technologies Abschläge von bis zu 11,3 Prozent hinnehmen. Die britische Investmentbank Barclays hatte alle drei Werte nach den zuletzt deutlichen Kursanstiegen abgestuft und auf das aktuell eher schwierige Investitionsklima im Unternehmenssektor verwiesen.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/AFP/ANGELA WEISS