Europas Leitbörsen schließen mit moderaten Gewinnen

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Überraschend hohe US-Inflationsdaten belasteten Märkte nur zeitweise
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Europas Börsen haben am Mittwoch mit leichten Gewinnen geschlossen. Nach einem positiven Start dank gut ausgefallener Wirtschaftsdaten aus China bescherten die am Nachmittag veröffentlichten US-Inflationsdaten den Märkten zeitweise einen Dämpfer. In den USA ist die Inflationsrate stärker als erwartet auf 3,7 Prozent angezogen, was auch die Ängste vor Zinserhöhungen schürte. Europas Börsen grenzten ihre Gewinne in Folge ein, konnten sich bis Handelsschluss aber wieder erholen.

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Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem Plus von 0,38 Prozent und 6.190,37 Punkten. Der deutsche DAX befestigte sich leicht um 0,15 Prozent auf 25.298,61 Zähler. Der britische FTSE stieg um 0,70 Prozent auf 10.724,86 Zähler.

Gestützt wurden die Börsen auch von einem Vorhaben der EU-Kommission. Angesichts hoher Energiepreise sollen bestimmte Klimaschutzregeln für importierte fossile Brennstoffe erst später als geplant angewendet werden. Der europäische Gaspreis fiel daraufhin deutlich, und Aktien energieintensiver Unternehmen, etwa aus der Chemie- und Rüstungsbranche, legten zu. Rheinmetall etwa gewannen 3,1 Prozent, MTU 2,4 Prozent und BASF 2 Prozent.

Zu den Gewinnern gehörten die Technologiewerte. Die Zahlen von ASML stützten den Sektor und bescherten Halbleiterwerten überdurchschnittliche Gewinne. "Der angehobene Ausblick und die anhaltend hohe Nachfrage nach modernen Chipfertigungsanlagen bestätigen die Stärke des KI-Investitionsbooms", hieß es vom Anbieter von Handelsstrategien Index Radar. "Bemerkenswert ist der langfristige Planungshorizont: ASML rechnet bereits für 2027 und 2028 mit Kapazitätsengpässen, während einige Kunden Lieferungen bis 2030 einplanen." ASML-Aktien gewannen 1,2 Prozent.

Auch Luxuswerte waren gefragt und erholten sich damit von dem jüngsten Rücksetzer nach enttäuschenden Zahlen von LVMH. Aktien von Luxusgüterherstellern profitierten besonders deutlich von den guten Daten zum wichtigen chinesischen Markt. Nicht nur Chinas Außenhandel hatte im September die Erwartungen deutlich übertroffen, auch die Importe hatten mit einem Plus von 31 Prozent die Schätzungen klar überboten.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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