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"Wir sehen am Aktienmarkt gerade die zweite Welle der KI-Sorgen", kommentierte Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Es seien keine klassischen Gewinnmitnahmen, sondern echte Sorgen vor einer massiven Korrektur.
Südkorea stehe im Zentrum des weltweiten Ausverkaufs im KI-Sektor, "da die Finanzierungsprobleme von CoreWeave und die steigende Inflation in den USA die Sorgen über steigende Kreditkosten und die Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben schüren", erklärte Hebe Chen, Analystin bei Vantage Global Prime, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Aktienkurs des KI-Unternehmens CoreWeave war am Vorabend in New York eingebrochen angesichts wachsender Sorgen über die Schuldenlast des Konzerns.
Schon zuletzt hatten kritische Stimmen zur Finanzierung von KI für negative Stimmung gesorgt. Der Chef des US-amerikanischen Halbleiter- und Softwareunternehmens Broadcom, Hock Tan, hatte jüngst bei einer Konferenz in Singapur vor Finanzierungsproblemen beim Ausbau von Künstlicher Intelligenz gewarnt.
In diesem Umfeld geriet am Donnerstag der südkoreanische Kospi-Index besonders stark unter Druck. Er notierte zuletzt noch 8,6 Prozent im Minus. Angetrieben wurde der Abwärtstrend von Verlusten der großen südkoreanischen Techunternehmen. Die Aktien des Smartphonekonzerns Samsung und des Chipherstellers SK Hynix lagen zeitweise mit jeweils mehr als neun Prozent im Minus. Die beiden sind nach Marktkapitalisierung mit Abstand die größten Firmen im Kospi. Der Index steuerte damit auf sein Zwischentief vom Juli zu und liegt mittlerweile mehr als ein Drittel unter seinem Allzeithoch vom Juni.
Der japanische Leitindex Nikkei-225 knickte im späten Handel um 4,9 Prozent auf 64.425,95 Punkte ein. Hier gehörten ebenfalls Unternehmen aus der Tech-Branche zu den größten Verlierern des Tages. Die Börse in Taiwan gab ebenfalls nach.
Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong fiel um 1,4 Prozent, während der Shanghai Composite um mehr als 2 Prozent einknickte. Der australische ASX All Ordinaries hielt sich mit einem Minus von zuletzt 0,3 Prozent auf 8.840,40 Punkte deutlich besser. Der Index hängt stark an Rohstoffwerten, weshalb sich KI-Sorgen nur bedingt auswirken.