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Marktbeobachter sprachen von einer breiteren Risk-Off-Bewegung an den internationalen Finanzmärkten. In Asien waren insbesondere Technologiewerte angesichts erhöhter Zinsanhebungserwartungen in den USA und den Sorgen vor ausufernden Finanzierungskosten unter Druck geraten. Ausgelöst wurden die jüngsten Sorgen, neben Finanzierungsproblemen des KI-Unternehmens CoreWeave, von einem überraschend kräftigen Anstieg der US-Inflation im September.
Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen jedoch darauf, dass Wetten auf steigende US-Zinsen am Markt mittlerweile zu einem Großteil wieder zurückgenommen wurden. Dies verdeutliche einmal mehr, wie sehr die Aufmerksamkeit der Märkte derzeit von KI-Themen dominiert werde, so die Experten, "da Befürchtungen hinsichtlich einer allgemeinen Verschärfung der Kreditkonditionen zu wachsenden Zweifeln daran führten, ob die Fed trotz der starken Zahlen tatsächlich handeln würde."
Als Folge gerieten auch europäische Aktien mit KI-Bezug unter Druck. Im ATX knickten die hochvolatilen AT&S-Aktien um mehr als 14 Prozent ein und markierten den niedrigsten Stand seit rund einem Monat.
Verluste verzeichneten auch andere zyklische Branchen, wie etwa Bank-, Bau- und Industriewerte. Entgegen dem Trend erholten sich Wienerberger-Titel um gut dreieinhalb Prozent. Gewinne gab es auch in den Versicherern.