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Marktbeobachter sprachen von einer breiteren Risk-Off-Bewegung an den internationalen Finanzmärkten. Technologiewerte und andere Aktien mit KI-Bezug gerieten angesichts erhöhter Zinsanhebungserwartungen in den USA und den Sorgen vor ausufernden Finanzierungskosten teilweise massiv unter Druck. Ausgelöst wurden die jüngsten Sorgen, neben Finanzierungsproblemen des KI-Unternehmens CoreWeave, von einem überraschend kräftigen Anstieg der US-Inflation im September.
"In Bezug auf die Katalysatoren stehen mehrere Namen, die am stärksten von KI betroffen sind, bereits seit einigen Tagen unter zunehmendem Druck", schrieben die Marktstrategen der Deutschen Bank. Dies habe sich nun auf weitere Unternehmen mit hohem CAPEX-bedingten Finanzierungsbedarf ausgeweitet. Dass die Wetten auf steigende US-Zinsen mittlerweile zu einem Großteil wieder zurückgenommen wurden, verdeutliche zudem, wie sehr die Aufmerksamkeit der Märkte derzeit von KI-Themen dominiert werde, so die Experten, "da Befürchtungen hinsichtlich einer allgemeinen Verschärfung der Kreditkonditionen zu wachsenden Zweifeln daran führten, ob die Fed trotz der hohen Inflationszahlen tatsächlich handeln würde."
Europaweit standen Technologieaktien vor diesem Hintergrund stark unter Druck. Im ATX knickten die hochvolatilen AT&S-Papiere um rund zwölf Prozent ein und markierten den niedrigsten Stand seit rund einem Monat.
Dagegen kletterten VIG um 6,3 Prozent an die Spitze des Leitindex. Der Versicherer hatte mit Verweis auf eine über den Erwartungen liegende Geschäftsentwicklung sowie die erstmals vorliegende Einschätzung des Ergebnisbeitrags der Nürnberger-Gruppe seine Gewinnprognose angehoben. UNIQA-Anteile gewannen in dem Sog 2,5 Prozent.