Wiener Börse schließt mit Gewinnen - ATX plus 1,13 Prozent

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Es war ein guter Tag für die Börse
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Die Wiener Börse hat den Dienstag mit kräftigen Zuwächsen beendet. Gute Vorgaben von den US-Börsen und wieder sinkende Ölpreise sorgten trotz der schwer abwägbaren Lage im Nahen Osten für Rückenwind. Der Leitindex ATX baute zum Schluss 1,13 Prozent auf 6.657,01 Punkte auf. Der breitere ATX Prime gewann 1,11 Prozent auf 3.276,61 Zähler. Auch die wichtigsten Europabörsen zeigten sich mit Gewinnen.

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US-Finanzminister Scott Bessent stellt eine baldige Einigung mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz in Aussicht. Eine Vereinbarung könne am Dienstag oder Mittwoch erzielt werden. Zuvor hieß es auch von Seiten Katars, das im Konflikt als Vermittler agiert, dass mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz zwar bisher keine Einigung erzielt worden sei, aber "das könnte sich in den nächsten Stunden oder Tagen ändern."

Die Hoffnung auf eine gütliche Lösung hat die Ölpreise nach einer kurzen Phase des Anstiegs wieder auf Talfahrt geschickt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 79,02 US-Dollar. Das waren 5,6 Prozent weniger als am Vortag. Damit knüpfte der Preis an seine deutlichen Vortagsabschläge an.

Topperformer im ATX waren heute AT&S, die 5,6 Prozent hochzogen. Der Leiterplattenhersteller, der stark vom Markt für Künstliche Intelligenz abhängig ist, hat heute bekanntgegeben, im 1. Quartal wieder einen Gewinn gemacht zu haben. Der Konzernumsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 37,5 Prozent auf 549 Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um rund 134 Prozent auf 165 Mio. Euro, währungsbereinigt lag das Plus bei 163 Prozent. Die EBITDA-Marge stieg von 17,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 30,1 Prozent.

Raiffeisen Bank International (RBI) legten um 1,2 Prozent auf Euro zu. Die Analysten von Deutsche Bank Research haben ihr Kursziel für die RBI-Aktien von 40,00 auf 46,00 Euro nach oben revidiert. Das Anlagevotum "Hold" wurde von der zuständigen Expertin Marlene Eibensteiner bestätigt, nachdem die Bank Zahlen für das Halbjahr vorgelegt hat. Die RBI meldete für das zweite Quartal 2026 laut Eibensteiner solide Ergebnisse für das Kerngeschäft ohne Russland mit einem um 4 Prozent höheren Vorsteuergewinn. Dieser Anstieg resultierte aus einem leicht über den Erwartungen liegenden Nettozinsertrag von einem Prozent.

Auch die schwergewichteten Branchenkollegen verbuchten Gewinne: Erste Group plus 1,6 Prozent, BAWAG plus 1,0 Prozent. OMV verloren unter den weiteren Schwergewichten 0,2 Prozent, was wohl der Abwärtsbewegung des Ölpreises geschuldet ist.

Der russische Strabag-Kernaktionär Rasperia Trading Limited hat vergangene Woche eine im Mai 2026 in Kaliningrad eingebrachte Klage zurückgezogen, mit der versucht worden war, sich Moskauer Immobilienvermögen aus dem Strabag-Umfeld im Wert von 31 Mio. Euro anzueignen. Diese Information wurde am Montag im Gerichtsregister veröffentlicht und von Strabag bestätigt. Rasperia signalisiert mit dem Schritt, an Kompromissen mit österreichischen Ex-Partnern interessiert zu sein. Strabag bauten heute 1,1 Prozent auf.

Überhaupt lief es heute gut für den Bausektor. Wienerberger legte 2,1 Prozent zu, Porr 1,9 Prozent und Palfinger 1,0 Prozent.

Am Ende der ATX-Liste waren die Papiere von SBO, die 1,5 Prozent abgaben.

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