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Vor wichtigen Ereignisse agierten die Anleger zurückhaltend. Am Nachmittag werden vor dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole, das am Donnerstag beginnt, mit dem PCE-Deflator nochmals Inflationserkenntnisse erwartet, die für die US-Notenbank Fed von Bedeutung sind. Die NordLB geht für Juli davon aus, dass daraus nur ein dezenter Preisanstieg ablesbar sein wird, was die Märkte möglicherweise etwas beruhigen könne.
Spät am Abend wird dann Nvidia von großer Relevanz sein für die KI-Fantasie der Anleger, die zuletzt kritischer an das Thema herangingen. Experten hatten zuletzt schon darauf hingewiesen, dass man sich an starke Zahlen des Chipriesen gewöhnt habe. Jim Reid von der Deutschen Bank hatte jüngst angemerkt, dass der Nvidia-Aktienkurs nach den letzten vier Veröffentlichungen stets nachgegeben habe.
In einer Branchenbetrachtung in Europa zeigten sich die Sektoren Technologie und Öl am schwächsten. Die Aktie des Software-Schwergewichtes SAP büßte 3,8 Prozent ein. Hier belastete wohl eine gestrichene Kaufempfehlung durch die UBS.
Papiere von Ölkonzernen litten unter den erneut rückläufigen Rohölpreisen. Die Titel von Eni fielen um 1,7 Prozent und Repsol verbilligten sich um 1,3 Prozent. Diplomatische Bemühungen zur Wiederaufnahme der Schifffahrt durch die für den Ölhandel wichtige Straße von Hormuz haben die Ölpreise unter Druck gesetzt.
Von der Ölpreisentwicklung profitierten hingegen Reisewerte. Die Aktien von Ryanair, TUI und der AUA-Mutter, Lufthansa, gewannen zwischen zwei und 1,5 Prozent an Höhe.
Die E.ON-Aktie hat eine Kaufempfehlung der Berenberg Bank auf zuletzt gesunkenem Kursniveau gestützt. Die Papiere des Energiekonzerns gewannen 0,8 Prozent.
Aroundtown-Anteilsscheine bauten ein Minus von zwei Prozent. Der Gewerbeimmobilienspezialist hat im ersten Halbjahr höhere Finanzierungskosten zu spüren bekommen. Der operative Gewinn ging zurück, während die Mieteinnahmen auf dem Vorjahresniveau verharrten.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON