Wiener Börse schließt mit Gewinnen - ATX plus 0,8 Prozent

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ATX im Aufwind
 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
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Die Wiener Börse hat am Dienstag den Handel mit Zuwächsen beendet. Der ATX verbuchte ein Plus von 0,83 Prozent auf 6.672,27 Punkte. Der breitere ATX Prime zog um 0,87 Prozent auf 3.282,20 Einheiten hoch. An den europäischen Börsen gab es ähnliche Tendenzen.

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Datenseitig richteten sich heute die Augen auf den ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, der auf eine Erholung hindeutet. Demnach hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im August weiter vom Einbruch infolge des Iran-Kriegs erholt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg um 2,1 Punkte auf 88,8 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilte. Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer zeigt damit den vierten Monat in Folge nach oben. Stabilisierend wirkten auch die fallenden Ölpreise, die zeitweise mehr als drei Prozent zum Vortag nachgaben.

Die Blicke gehen verstärkt an das Ende der Woche. Am Freitag steht nämlich der Auftritt des US-Notenbankchefs Kevin Warsh beim US-Notenbanktreffen in Jackson Hole (US-Bundesstaat Wyoming) auf der Agenda. Hier wird es vor allem um mögliche Aussagen zur künftigen Geldpolitik gehen.

Die heimischen Ölwerte tendierten in unterschiedliche Richtungen. Die Papiere der Ölfeldausrüsters SBO verteuerten sich um 2,6 Prozent. OMV spürten das Ölpreisminus etwas mehr und gaben 0,2 Prozent ab.

International haben sich die Technologiewerte wieder etwas stabilisiert. So konnten sich auch Aktien des Leiterplattenherstellers AT&S teils von den gestrigen Verlusten erholen und bauten 4,8 Prozent auf. Damit standen sie an der Spitze des ATX.

Am unteren ATX-Ende lagen Lenzing mit minus 4,4 Prozent. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung des oberösterreichischen Faserherstellers wurde heute, wie angekündigt, eine Kapitalerhöhung um rund 300 Mio. Euro beschlossen. Eine Finanzspritze von insgesamt 600 Mio. Euro soll dem Konzern bei seiner Strategie "Grow Nonwovens, Reset Textiles" unterstützen, teilte das Unternehmen mit. Die restlichen 300 Mio. Euro will Lenzing fremdfinanzieren. Die Kapitalerhöhung soll spätestens bis zum 25. Februar 2027 durchgeführt werden,

Ein Plus von 0,3 Prozent verbuchten Vienna Insurance Group. Die Versicherung legt morgen ihre Zahlen für das erste Halbjahr vor.

Am breiten Markt büßten Manner-Aktien heute bei einem Umsatz von lediglich zehn gehandelten Stück ein Prozent ein. Der Wiener Süßwarenhersteller ist im ersten Halbjahr 2026 wegen hoher Rohstoffkosten in die Verlustzone gerutscht. Wie das Unternehmen mitteilte, lag das Betriebsergebnis (EBIT) bei minus 664.000 Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein operativer Gewinn von rund 3,9 Mio. Euro erzielt worden war. Der Umsatz ging geringfügig um 0,9 Prozent auf 138,1 Mio. Euro zurück.

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