Wiener Börse schließt erstmals über 7.000 Punkte

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
4 min
Wiener Börse mit neuem Rekord von 7.043,27 Punkten im Verlauf
 © Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
©Themenbild, Apa, HELMUT FOHRINGER
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag über die Marke von 7.000 Punkten geklettert. Der heimische Leitindex ATX notierte zum Handelsschluss bei 7.012,13 Zählern und damit 0,99 Prozent über dem Niveau von Freitag. Mit zwischenzeitlichen 7.043,27 Punkten stellte der ATX zudem einen neuen Rekord auf. Der ATX Prime stieg um 0,95 Prozent auf 3.433,29 Einheiten. Die Wiener Börse profitierte auch von positiven Analysten-Empfehlungen. Das europäische Umfeld zeigte sich wenig bewegt.

von

Wie es im Iran-Krieg weitergeht, ist vorerst noch unklar. Teheran plant staatlichen Medien zufolge keine neuen Gespräche mit den USA über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz. Die iranische Delegation in New York habe "keine Pläne für Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten", berichtete die offizielle Nachrichtenagentur IRNA am Montag unter Berufung auf Delegationskreise. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor dem Nachrichtenportal "Axios" gesagt, er rechne mit einer Fortsetzung der Gespräche in den nächsten Tagen. Einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz hatte er allerdings zurückgewiesen.

Die Analysten von Deutsche Bank Research erhöhten ihre Empfehlung für die Verbund-Aktien von "Sell" auf "Hold". Das Kursziel revidierten sie von 55 auf 60 Euro. "Der mittelfristige Anstieg der Strompreise gleicht die Gewinnwarnung, die wir im Laufe dieses Jahres erwarten, mehr als aus. Zudem hat der österreichische Verfassungsgerichtshof in der vergangenen Woche die Rechtmäßigkeit der Gewinnabgabe in Frage gestellt; eine Entscheidung wird bis zum Jahresende erwartet", schrieb der zuständige Experte Olly Jeffrery. Zum Vergleich: Die Verbund-Aktien notierten zum Handelsschluss mit einem Plus von 3,36 Prozent bei 64,65 Euro.

Zudem hielten die Deutsche-Bank-Analysten das Kursziel für die Aktien der Erste Group bei 131 Euro sowie die Empfehlung "Buy" aufrecht. Die Analysten von Barclays beließen ebenfalls sowohl ihr Kursziel (135 Euro) als auch ihre Empfehlung ("Overweight"). Die Erste Group hat am Freitag bekanntgegeben, ihre Beteiligung an der polnischen Tochterbank Erste Bank Polska ausbauen zu wollen. Die Erste kündigte ein freiwilliges Übernahmeangebot an, um den bestehenden Anteil von 49 Prozent an der Erste Bank Polska auf bis zu 75 Prozent aufzustocken. Sie bietet 713 Zloty (rund 163 Euro) je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von 22,1 Prozent auf den Referenzpreis zum Zeitpunkt der Bekanntgabe des Einstiegs bei der Bank im Mai 2025. Die Aktien der Erste Group schlossen mit einem Plus von 2,68 Prozent bei 126,40 Euro.

Agrana steigerte im zweiten Quartal des Wirtschaftsjahres 2026/27 das operative Ergebnis (EBIT) deutlich und hob daher auch die Prognose für das Gesamtjahr an. Im zweiten Quartal erzielte der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 28,1 Mio. Euro, nach 22,3 Millionen im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr belief sich das EBIT auf 63,5 Mio. Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag es bei 28 Mio. Euro. Daher geht Agrana davon aus, dass das EBIT im laufenden Wirtschaftsjahr in einer Bandbreite zwischen 90 und 110 Mio. Euro liegen wird. Die Agrana-Aktien stiegen um 2,63 Prozent.

Außerdem legten die Wienerberger-Werte im ATX um 2,14 Prozent zu. Im prime market gewannen Polytec 2,94 Prozent, FACC 2,72 Prozent.

Unter den Verlierern befanden sich die AT&S-Aktien, die 2,7 Prozent verloren. Bei den Techwerten drückte auf die Stimmung, dass der ChatGPT-Entwickler OpenAI nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle aussetzte. Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell in einem Test, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte.

Ein deutliches Minus setzte es auch bei den Versicherungswerten von Uniqa (-2,46 Prozent) und VIG (2,03 Prozent). Die Vienna Insurance Group will nach dem Kauf der deutschen Nürnberger Versicherung die verbliebenen Aktionäre mit 120 Euro je Aktie abfinden, wie diese am Montag mitteilte. Die VIG hält bereits 99,3 Prozent.

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages