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Der Leitindex Dow Jones Industrial gab 0,48 Prozent auf 51.575 Einheiten nach. Die jüngste Kurserholung droht damit als Strohfeuer zu enden. Der breit gefasste S&P-500 sank um 0,64 Prozent auf 7.707 Punkte und der technologielastige Nasdaq Composite büßte 0,70 Prozent auf 26.880 Punkte ein.
Enttäuschte Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran trieben die Ölpreise zu Wochenbeginn kräftig nach oben: Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November kostete zuletzt knapp 108 US-Dollar. Die Renditen der als richtungsweisend geltenden US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren legten nach der jüngsten Pause ebenfalls wieder zu.
Vertreter aus den USA und dem Iran waren am Rande der UN-Generalversammlung in New York erstmals seit Monaten wieder zu Verhandlungen zusammengekommen. Kurz darauf wurde ein neuer iranischer Vorschlag zur Wiedereröffnung der Meeresstraße von Hormuz bekannt, den US-Präsident Donald Trump allerdings am Samstag ablehnte. Er rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit dem Iran - laut dem Nachrichtenportal "Axios", das sich auf zwei regionale Quellen beruft, bereits ab diesem Montag.
Zudem setzte der ChatGPT-Entwickler OpenAI nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle aus. Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell in einem Test, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte. Die Software hat jedoch laut OpenAI eine Lücke in den Netzwerk-Einstellungen gefunden und ausgenutzt. Das Training solle nun erst wieder aufgenommen werden, wenn man sich sicher sei, dass die Lücke geschlossen ist. Der Zwischenfall sei zwar weniger gravierend als einige frühere, betonte OpenAI. Allerdings sei er der erste, seit die Sicherheitsvorkehrungen nach der Hacking-Attacke von OpenAI-Software auf die KI-Firma Hugging Face verschärft worden waren.
Aus der für KI extrem wichtigen Halbleiterbranche sanken die Aktien von Intel und Micron um 3,6 sowie 2,6 Prozent. Beim Branchenprimus Nvidia gab es hingegen ein Kursplus von 2,7 Prozent zu sehen. Den Titeln half eine Meldung des Technologieportals "Information", dem zufolge Chinas Behörden erwägen, heimischen Unternehmen wie dem Online-Handelsriesen Alibaba oder dem Tiktok-Betreiber Bytedance den Kauf der neuesten Nvidia-Chips zu erlauben. Zudem erhöhte Nvidia sein Aktienrückkaufprogramm um 150 auf insgesamt 235 Milliarden Dollar.
Die Titel des Social-Media- und Technologieriesen Meta verloren mehr als vier Prozent. Sie hatten vergangene Woche dank der Euphorie über den guten Marktstart des eigenen KI-Agenten Muse kräftig zugelegt und sich wieder ihrem Rekordhoch aus dem August 2025 genähert.
NEW YORK - USA: FOTO: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SPENCER PLATT