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Der Euro-Stoxx-50 sank um 0,15 Prozent auf 6.021 Punkte. In Frankfurt gab der DAX nach seinem jüngsten Rekordkurs 0,34 Prozent nach auf 25.335 Einheiten. Zuvor hatte der deutsche Leitindex an den vergangenen sieben Handelstagen jeweils einen neuen Rekordstand markiert. Etwas besser sah es außerhalb des Euroraums aus. Der britische Leitindex FTSE 100 kletterte um 0,32 Prozent auf 10.170 Punkte. Der Schweizer SMI zog um 0,56 Prozent auf 13.439 Punkte an.
In dem vorsichtigen Umfeld lagen defensive Branchen vorne. So gehörten Pharmatitel und Versorger zu den stärksten Sektoren. Dagegen erlitten die Ölwerte Verluste. Der britische Ölkonzern BP rechnet im abgelaufenen Schlussquartal mit milliardenschweren Wertminderungen. Es sei mit 4 bis 5 Milliarden US-Dollar (3,4 bis 4,3 Mrd Euro) Abschreibungen auf den Geschäftsbereich Gas und weniger CO2-intensiven Energiequellen zu rechnen, teilte das Unternehmen mit. Und auch im angestammten Ölgeschäft lief es zum Jahresende bei im Schnitt niedrigeren Ölpreisen nicht wirklich rund. Die Aktie sank um 1,2 Prozent.
Deutlichere Bewegungen gab es nach neuen Analystenmeinungen in der zweiten Reihe. Aktien von Kühne+Nagel kletterten um 3,6 Prozent, nachdem Goldman Sachs die Titel des Logistikunternehmens um gleich zwei Stufen von "Sell" auf "Buy" hochgestuft hatte. Dagegen litten Air France-KLM unter Abstufungen von Barclays und Davy. Die Aktie fiel um 4,7 Prozent.
Auch A.P. Moller-Maersk standen unter Druck und fielen um 1,6 Prozent auf 15.470 dänische Kronen. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte das Kursziel von 13.300 auf 13.000 dänischen Kronen gesenkt und die Papiere der Container-Reederei von "Neutral" auf "Sell" abgestuft. Analyst Patrick Creuset rechnet zwar mit soliden Ergebnissen für 2025. Nun dürften die Gewinne aber sinken und die Dänen dürften Geld verbrennen.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON