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Der deutsche Leitindex DAX legte um 0,19 Prozent auf 25.457,80 Zähler zu. Der britische FTSE-100 stieg um 0,45 Prozent auf 10.743,49 Einheiten.
Zwei regionale Quellen rechneten bereits ab Montag mit einer weiteren Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und dem Iran, berichtete das Nachrichtenportal "Axios". Die Stimmung bleibt aber anfällig für schlechte Nachrichten aus Nahost, denn die Fronten bleiben erhärtet. Die Ölpreise legten über das Wochenende wieder zu, nachdem Trump einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormuz als nicht annehmbar bezeichnet hatte.
Laut den Experten der Landesbank Helaba bleibt abzuwarten, ob es in der neuen Woche für den DAX die nötigen Impulse für einen Ausbruch aus dem jüngsten Schwankungsbereich geben wird. Der Index pendelt seit fast drei Wochen zwischen den 21- und 100-Tage-Linien, die als kurz- bis mittelfristige Indikatoren beliebt sind. "Es müsste vermutlich eine Entspannung bei Energiepreisen und Renditen einsetzen, um mehr Potenzial auf der Oberseite zu eröffnen", heißt es in der Früh im Tagesausblick der Hessisch-Thüringischen Landesbank.
Die Vorgaben fallen auch durchwachsen aus. In Asien zeigten vor allem die Börsen in Festlandchina und Südkorea am Montag Schwäche. Geprägt war dies von lokalen Technologiewerten, die unter Berichten litten, wonach die chinesischen Behörden den Kauf neuer Nvidia-Chips gestatten könnten und US-Sanktionen gegen ausländische Hersteller optischer Komponenten geplant sein sollen. Zudem wird Experten zufolge das KI-Ausbautempo generell wieder stärker hinterfragt, zumal ChatGPT-Entwickler OpenAI nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt hat. So büßten Infineon 1,06 Prozent und Siemens Energy 1,96 Prozent ein.
Krones legten unterdessen 1,51 Prozent zu. Nach Kurseinbußen von rund 22 Prozent in diesem Jahr sind die Experten von Kepler Cheuvreux nicht mehr so pessimistisch eingestellt und hoben die Bewertung von "Reduce" auf "Hold". Damit sehen sie die Aktie des Maschinen- und Anlagenbauer für die Getränke- und Lebensmittelindustrie inzwischen als fair bewertet an.
In Großbritannien gab es bei Hausbau-Aktien Kursfeuerwerke. Der Kurs von Taylor Wimpey schnellte um 23 Prozent nach oben, Persimmon und Barratt Redrow sprangen um mehr als 15 Prozent hoch. Zuvor hatte die britische Regierung ein Kreditprogramm für Erstkäufer neuer Häuser bekannt gegeben. Die Aktien des niederländischen Farben- und Lackeherstellers Akzo Nobel stiegen um 0,7 Prozent; ihnen half auch ein positiver Kommentar der Analysten von Oddo BHF.
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/Ludovic MARIN/LUDOVIC MARIN