Verbund: Betonarbeiten für höhere Staumauer in Kaprun fertig

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++ HANDOUT ++ Die Betonarbeiten fanden unter besonderen Bedingungen statt
 © Johannes Wiedl, WIEDL, Apa, Verbund
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Der teilstaatliche Verbund, einer der größten Wasserkrafterzeuger Europas, hat die Betonierarbeiten der Sperrenblöcke zur Erhöhung der Staumauer der Limberg-Talsperre in Kaprun Ende August abgeschlossen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Mit der Erhöhung der 120 Meter hohen Limbergsperre um 8,70 Meter steigt der Nutzinhalt des Hochgebirgsstausees von derzeit 81,2 Millionen um 15,6 Prozent auf 93,9 Millionen Kubikmeter - und somit die Möglichkeit, Strom zu speichern.

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Laut Verbund steigt die Speicherkapazität des Stausees Wasserfallboden von rund 160 Gigawattstunden um 30 Gigawattstunden, was dem Strombedarf von drei Millionen Haushalts-Photovoltaik-Speichern entspricht. Die Betonierarbeiten fanden unter besonderen Bedingungen statt und sind mit normalen, einfachen Betonierarbeiten nicht vergleichbar: Um eine stabile Verbindung zwischen der bestehenden Sperre und dem neuen Bauteil zu schaffen, wurde die Bestandsoberfläche durch Hochdruckwasserstrahlen mit bis zu 3.000 bar aufgeraut und anschließend bis zu 2,85 Meter tiefe Eisenstäbe vormontiert. Darauf wurden dann die einzelnen Betonblöcke aufgesetzt - insgesamt 25 Blöcke mit zusammen rund 24.500 Kubikmeter Beton.

Eine besondere Herausforderung war, wie der Verbund erklärte, die Einhaltung der Frischbetontemperatur zwischen 7 und 12 Grad Celsius. Dies war deshalb wichtig, um die Gefahr von Spannungen und Rissbildungen im Bauwerk durch die bei der Aushärtung des Betons entstehende Hydratationswärme zu vermeiden. Speziell in den wärmeren Jahreszeiten musste dem Beton deshalb auch Scherbeneis beigemischt werden - in Summe etwa 1.200 Tonnen Eis. Um die Transportwege kurz zu halten, wurden der Beton und das Eis direkt vor Ort im hochalpinen Gelände unterhalb der Moosersperre hergestellt. Die benötigten Zuschlagstoffe wurden auch am Berg gelagert, um ihre Temperatur möglichst niedrig zu halten. Aus demselben Grund fanden die Betonierarbeiten überwiegend in den Nachtstunden statt.

Mit dem Abschluss der Sperrenbetonage wurde die gesamte Talsperre auf eine Höhe von 1.680,10 Metern erhöht. Darauf wird in den kommenden Monaten noch die 1,10 Meter starke Kronenplatte aufgesetzt und eine 1,35 Meter hohe Brüstungsmauer errichtet. Abschließend folgen weitere Arbeiten am Nassschacht, am Hochwasserüberlaufbauwerk sowie an der technischen Ausstattung. Der Ersteinstau mit dem neuen Stauziel ist den Angaben zufolge für den Spätsommer 2027 vorgesehen. Die Gesamtfertigstellung des Projekts ist für Ende 2027 geplant.

Ein Jahr früher, nämlich bis Jahresende 2026, sollen die defekten Generatoren des neuen Kraftwerks Limberg III repariert sein und wieder ans Netz gehen. Laut dem Hersteller der beiden Generatoren, der Andritz Hydro, könnte der Betrieb der einen Maschine im Sommer 2026, jener der anderen im Winter 2026 fortgesetzt werden. Verbund-Chef Michael Strugl sprach Ende Juli bei der Bilanzpressekonferenz von August und Dezember und ging davon aus, dass der Zeitplan halten wird.

Der Verbund hatte im November 2025 einen Maschinenausfall in Limberg III gemeldet, nachdem das Pumpspeicherkraftwerk erst zwei Monate zuvor in Betrieb genommen wurde. Ursache war demnach ein Isolationsfehler im Zuge der Inbetriebnahmetests. Zudem trat bei Schwarzstartversuchen in der Kapruner Oberstufe (Limberg I) ein Fehler am Einspeisetransformator auf, wodurch auch diese Anlage mit 160 Megawatt (MW) derzeit nicht zur Verfügung steht. Insgesamt fehlen damit rund 640 MW. Der Trafo für Limberg I muss laut Strugl erneuert werden, dies soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.

KAPRUN - ÖSTERREICH: ++ HANDOUT ++ - FOTO: APA/APA/VERBUND/WIEDL/JOHANNES WIEDL

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