
von
Damit liegt das Barometer deutlich über der Schwelle von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem stärkeren Anstieg auf 54,5 Punkte gerechnet.
Da das Barometer weiter deutlich im Wachstumsbereich sei, dürfte die Konjunkturzuversicht kaum geschmälert werden, erklärte Helaba-Experte Ulrich Wortberg. "Mit Blick auf den Arbeitsmarktbericht am Freitag sei aber auf den Beschäftigungsindex verwiesen, der wieder gesunken ist und die Expansionsschwelle unterschritten hat", fügte er hinzu. Das ISM-Barometer für die Beschäftigung ging im Juli auf 47,4 von 51,2 Punkten zurück. Dies sei zweifellos eine unerfreuliche Nachricht, meint NordLB-Analyst Tobias Basse: "Bisher waren die Servicefirmen in den USA eine Art Jobmotor für das ganze Land."
Für den am Freitag anstehenden Job-Report erwarten Ökonomen ein Stellenplus von 80.000, nach einem Zuwachs von 57.000 im Juni. Die US-Notenbank Federal Reserve hat diese Kennzahlen genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und überdies für stabile Preise sorgen soll. Sie hat den Leitzins zuletzt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen.
In der Notenbank mehrten sich angesichts der hartnäckig hohen Teuerung die Rufe nach einer Zinserhöhung. Fed-Chef Kevin Warsh lässt sich jedoch mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs bewusst nicht in die Karten blicken, da die Finanzmärkte seiner Ansicht nach ein möglichst ungefiltertes Signal erhalten sollten. An den Terminmärkten herrscht nun Unklarheit, ob die Fed die Zinszügel bald anzieht.