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Zu der Entwicklung trugen rückläufige Ölpreise bei. Im Iran-Krieg stehen die USA, der Iran und der Oman dem US-Portal "Axios" zufolge kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormuz. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtete "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion.
US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird - oder am darauffolgenden Tag. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview außerdem, man führe "sehr gute" Gespräche. Technologiewerte profitierten einmal mehr von den Vorgaben aus den USA, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Sie verwiesen auf die deutlichen Zuwächse des Philadelphia Semiconductor Index. Anleger schienen nach der jüngsten Korrektur wieder zunehmend bereit, auf den Bereich der Künstlichen Intelligenz zu setzen.
Auf der Gewinnerseite standen daher südkoreanische Aktien. Der Kospi gewann 3,8 Prozent. Auch der japanische Nikkei 225 lag mit 3,7 Prozent 66.300,44 Zähler deutlich im Plus. Dabei trat das jüngste Protokoll der japanischen Notenbank etwas in den Hintergrund. Dieses habe auf wachsende Sorgen vor steigenden Verbraucherpreisen und damit verbunden die zunehmende Bereitschaft zu Zinserhöhungen hingedeutet, hieß es von der Deutschen Bank.
Etwas niedriger war das Plus in China. So legte der chinesische CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der Festlandbörsen um 1,2 Prozent zu, während der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong um 0,24 Prozent stieg.
Konjunkturdaten zeichneten hier ein verhaltenes Bild. Die Stimmung chinesischer Dienstleister war im Juli überraschend stark eingebrochen und auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gefallen. Der von der Ratingagentur RatingDog veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) sank um 3,7 Punkte auf 50,4 Zähler. Dies war der niedrigste Wert seit September 2024. Volkswirte hatten mit einem Rückgang gerechnet, waren aber im Schnitt von 53,7 Punkten ausgegangen. Der Stimmungsindikator liegt somit nur noch knapp über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten. Auch in Australien ging es nach oben. Der Leitindex S&P/ASX 200 kletterte um 0,9 Prozent auf 9.227,80 Punkte. Damit bleibe der Index auf Kurs auf sein Rekordhoch aus dem März, so die Marktstrategen der Deutschen Bank.
SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL