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Der zuletzt rückläufige Ölpreis fällt als Stütze zunächst weg, denn die Preise für die Ölsorten Brent aus der Nordsee und WTI aus den USA legen nach zuletzt mehreren schwächeren Tagen wieder etwas zu. Anleger warten zunächst ab, was in New York rund um die UN-Generalversammlung passiert. Zuletzt war Hoffnung aufgekommen, dass sich die USA und der Iran bei einer Beendigung ihres Konflikts annähern. Anleger warten aber weiter auf konkretere Ergebnisse.
Ein iranischer Parlamentsabgeordneter hält ein direktes Treffen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Amtskollegen Massoud Pezeshkian für wahrscheinlich.
In Handels- und Wirtschaftsfragen richten Investoren ihre Blicke außerdem auf das Gipfeltreffen von Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping, der am Mittwoch zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Washington eintreffen soll. Zu den Themen dürfte auch die Sicherheit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz gehören.
Werte mit KI-Fantasie haben sich zuletzt deutlich davon erholt, dass Mitte September Sorgen um die Sicherheit von KI-Technologie aufgekommen waren. Am Mittwoch zollen sie dem erst einmal Tribut, denn viele Aktien aus dem Chipsektor geben vorbörslich etwas nach. Der Branchenindex SOX könnte damit eine sechs Handelstage andauernde Gewinnstrecke unterbrechen. Der Kurs von Nvidia zum Beispiel bewegte sich vorbörslich mit einem halben Prozent im Minus.
Die Tendenz unter den "Magnificent 7", also der Gruppe von sieben besonders bedeutenden Tech-Konzernen, ist durchwachsen. Microsoft ist vorbörslich mit 0,8 Prozent der klarste Gewinner. Das Analysehaus Stifel hat die Titel des Softwarekonzerns nach bisher dürftigem Kursverlauf in diesem Jahr zum Kauf empfohlen. Brad Reback wird in seiner Studie zuversichtlicher, dass ein Umsatzwachstum im mittleren bis oberen Prozentbereich erhalten bleibt. Damit werden nicht-positive Urteile im Analystenuniversum noch seltener.
Unter den Nebenwerten im Tech-Bereich legten die Aktien von IonQ vorbörslich um 12 Prozent zu, nachdem das Quantencomputer-Unternehmen bekannt gegeben hatte, einen branchenweit ersten Decoder für Echtzeit-Quantenfehlerkorrektur entwickelt zu haben, der auf einem handelsüblichen Standard-Prozessor läuft.
Noch etwas stärker steigen die Aktien von Worthington Enterprises vorbörslich um 17 Prozent. Begünstigt von Übernahmen und einer Zollrückerstattung hat der Hersteller von Aluminium-Propangasflaschen für das erste Geschäftsquartal Gewinn-und Umsatzzahlen vorgelegt, die die Erwartungen übertrafen.