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In New York hatte der Technologie-Auswahlindex Nasdaq-100 am Donnerstag den stärksten Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020 verzeichnet. Letztlich verlor er 6,4 Prozent. Auch für den marktbreiten S&P-500 und den US-Leitindex Dow Jones war es ein sehr schwacher Tag. An Asiens Börsen setzte sich der Ausverkauf der KI-Werte dann fort. Der japanische Nikkei-Index und der südkoreanische Kopsi verloren am Freitag jeweils rund 6 Prozent.
Die größten ATX-Gewinner waren am Vormittag AT&S. Die Aktien des Leiterplattenherstellers konnten sich nach dem zweistelligen Kurseinbruch vom Vortag um 2,2 Prozent auf 112,60 Euro erholen. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für die Aktie in Reaktion auf die jüngste Ergebnisvorlage von 380 auf 220 Euro revidiert und ihre Empfehlung "buy" bestätigt.
Gut gesucht waren auch die im ATX schwergewichteten Bankwerte. Die Aktien der BAWAG, der Erste Group und der RBI legten zwischen einem und zwei Prozent zu. Die RBI hält nach ihrem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot 96,79 Prozent aller Addiko-Aktien. Dies teilte das Finanzinstitut in der Nacht auf Freitag mit.
Die größten ATX-Verlierer waren zuletzt OMV mit einem Minus von 2,2 Prozent. Auch an anderen europäischen Börsen fanden sich Ölwerte angesichts der jüngsten Korrektur der Rohölpreise unter den größten Kursverlierern. Der Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen hatte zur Wochenmitte einen massiven Preisrutsch am Ölmarkt ausgelöst. Schwach zeigten sich auch Verbund mit einem Abschlag von gut 2 Prozent.
Wichtige Impulse für die Börsen könnte am Nachmittag die Veröffentlichung des monatlichen US-Arbeitsmarktberichts bringen. "Die Vorgaben dafür sind freundlich, wenn auch nicht überbordend gut", schreiben die Analysten der Helaba in ihrem Tagesausblick. Von dem Bericht werden auch Hinweise auf den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Fed erhofft.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER