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Anlass war der Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen. "Die Anleger erkennen, dass sich mit den US-Zwischenwahlen auch die politischen Rahmenbedingungen für den KI-Boom verändern könnten", merkte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets dazu an.
"Durch neue Mehrheitsverhältnisse und politische Führungswechsel auf Ebene der Bundesstaaten geraten bisher als sicher geltende Rechenzentrumsprojekte möglicherweise erneut auf den Prüfstand." Damit wachse die Unsicherheit über den künftigen Investitionsbedarf und die Geschwindigkeit des geplanten Kapazitätsausbaus. Die Bewertungsaufschläge würden daher zunehmend hinterfragt und abgebaut.
Am deutlichsten ging es an den technologielastigen Börsen in Japan, Südkorea und Taiwan nach unten. So brach der südkoreanische Leitindex Kospi im Frühhandel um knapp neun Prozent ein und rutschte erstmals seit Februar unter die Marke von 5.000 Punkten. Zuletzt konnte der Kospi das Minus etwas reduzieren, verlor aber immer noch sechs Prozent. Stabilisierte US-Futures federten die Verluste etwas ab, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Damit ist der Index im bisherigen Jahresverlauf immer noch gut 20 Prozent im Plus, hat seit seinem Rekordhoch von fast 9.400 Punkten im Juni aber fast die Hälfte eingebüßt. Auch auf Wochensicht liegt der Kospi deutlich im Minus.
Die Aktien der Speicherchip-Produzenten SK Hynix und Samsung gaben deutlich nach. Beide Papiere hatten im Sommer für den Boom am südkoreanischen Aktienmarkt gesorgt. Besonders deutlich wird das beim Blick auf die SK-Hynix-Aktie. Ähnlich sah es in Taiwan aus, wo das Schwergewicht TSMC belastete.
Vergleichsweise stark fielen auch japanische Aktien. Der Nikkei-225 beendete den Handel knapp sechs Prozent tiefer mit 57.434,77 Punkten. Neben Verlusten im Technologiebereich belasteten wie an den anderen Märkten auch die wieder gestiegenen Ölpreise. Auch im Vergleich zur Vorwoche tendiert der Nikkei merklich schwächer.
Die chinesischen Börsen kamen etwas besser weg. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten vom Festland sank um 1,4 Prozent, der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong gab um 1,3 Prozent nach.
Vergleichsweise stabil präsentierte sich der australische S&P-ASX-200. Dank seiner geringen Abhängigkeit vom Technologiesektor sank er lediglich um 0,49 Prozent auf 9.020,80 Punkte.
SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL