Wiener Börse verliert am Nachmittag 1,3 Prozent

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Tiefrote US-Vorgaben belasten
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Die Wiener Börse hat am Freitagnachmittag ihre Verluste noch etwas ausgebaut. Der ATX fiel bis 15 Uhr um 1,25 Prozent auf 6.430,17 Punkte. Auch andere Börsen in Europa weiteten ihre deutlichen Verluste im Tagesverlauf noch aus. Der um 14.30 Uhr gemeldete US-Arbeitsmarktbericht wirkte sich allerdings nicht mehr nachhaltig aus.

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Der Bericht zeigte den Arbeitsmarkt in besserer Verfassung als erwartet und untermauerte damit die Ängste der Börsen vor eine Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed im Dezember. "Die Zinserwartungen sind wegen der aufkommenden Verunsicherung vor allem bei Tech-Aktien zuletzt deutlich gedämpft worden. Dies könnte sich nun wieder umkehren," schrieb der Helaba-Experte Ralf Umlauf in einer ersten Einschätzung der Daten.

Belastet wurden die Märkte zum Wochenschluss von tiefroten US-Vorgaben. Der US-Technologie-Auswahlindex Nasdaq-100 hatte am Donnerstag 6,4 Prozent verloren. Das war der größte Tagesverlust seit dem Corona-Crash im März 2020. Auch für den S&P-500 und den Dow Jones ging es stark nach unten. An Asiens Börsen setzte sich der Ausverkauf der KI-Werte am Freitag fort. An den US-Börsen zeichnet sich mittlerweile knapp vor Handelsbeginn am Freitag eine leichte Erholung ab.

Fast alle ATX-Aktien notierten am Nachmittag im Minus. Die größten Verlierer waren Verbund mit einem Minus von 4,05 Prozent. Der Stromkonzern hatte am Vortag einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang gemeldet. Sehr schwach zeigten sich auch Wienerberger und die Aktien des Versicherers VIG mit einem Minus von jeweils rund 3 Prozent.

Unter den Schwergewichten büßten voestalpine 2,9 Prozent ein. OMV fielen um 2,6 Prozent. Auch an anderen europäischen Börsen fanden sich Ölwerte angesichts der jüngsten Korrektur der Rohölpreise unter den größten Kursverlierern. Der Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen hatte zur Wochenmitte einen massiven Preisrutsch am Ölmarkt ausgelöst.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/THEMENBILD/HANS PUNZ

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