Europas Börsen überwiegend etwas höher, Euro-Stoxx-50 +0,16%

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Wenig Bewegung zum Auftakt einer ereignisreichen Handelswoche
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Am Montag haben die europäischen Leitbörsen überwiegend leicht zugelegt. Insgesamt blieben die Veränderungen aber gering, da sich die Akteure zum Start einer ereignisreichen Handelswoche zurückhielten. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 schloss mit plus 0,16 Prozent auf 5.957,80 Punkte. Der deutsche DAX erhöhte sich leicht um 0,13 Prozent auf 24.933,08 Zähler. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresbeginn jedoch nicht verbessert.

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Im Jänner blieb das Ifo-Geschäftsklima stabil, während Volkswirte im Schnitt einen Anstieg erwartet hatten. "Zwar konnte eine Bruchlandung der Unternehmensstimmung aufgrund der Rücknahme der Zolldrohung durch die USA vermieden werden, doch sie scheint Spuren hinterlassen zu haben", kommentierte Andreas Scheuerle, Volkswirt bei der Dekabank.

Außerhalb der Eurozone legte der britische Leitindex FTSE 100 um knappe 0,05 Prozent auf 10.148,85 Zähler zu. Für den schweizerischen SMI ging es wenige Punkte nach unten auf 13.142,02 Zähler.

In dieser Woche steht unter anderem die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend auf der Agenda. Ferner dürften auch die Quartalsberichte der US-Tech-Giganten Apple, Microsoft, Tesla und Meta in den nächsten Tagen große Impulskraft haben.

Aus Branchensicht waren europaweit unter anderem Rohstoffwerte gefragt. Sie profitierten davon, dass der Goldpreis erstmals die Marke von 5.000 US-Dollar geknackt hatte. Zu den stärksten Treibern des Edelmetalls zählen geopolitische Risiken, die Käufe von Notenbanken und die Spekulation auf weiter sinkende Zinsen in den USA. In London belegten im FTSE-100 die Minenwerte Fresnillo, Antofagasta und Endeavour Mining mit Zuwächsen von bis zu satten 6,7 Prozent die Spitzenplätze.

Mit Blick auf die Einzelwerte gerieten die Aktien von Lebensmittelproduzenten unter Druck. Hintergrund ist das anhaltende und branchenweite Problem verunreinigter Babynahrung. Danone hatte am Freitag nach Börsenschluss bekannt gegeben, dass bestimmte Chargen von Säuglingsnahrung zurückgerufen werden.

Bereits am Mittwoch hatte das Problem mit Babynahrung die Anteilsscheine von Danone um mehr als acht Prozent in den Keller geschickt, nachdem die Lebensmittelbehörde von Singapur den Rückruf von Säuglingsmilch der Marke Dumex angeordnet hatte, die seit 2022 zu den Franzosen gehört. Zu Wochenbeginn sackten nun Danone-Papiere im Euro-Stoxx-50 um 2,3 Prozent ab. Im Sog dessen verloren Nestle in Zürich 0,9 Prozent und Reckitt in London 1,5 Prozent.

Der Billigflieger Ryanair erwartet zwar nach einer Entspannung bei der Lieferung neuer Flugzeuge und einer steigenden Reiselust im laufenden Geschäftsjahr mehr Passagiere. Allerdings enttäuschte der Ergebnisausblick. Die Aktien fielen um 0,5 Prozent.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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