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Am Mittwoch war ein Ausflug des ATX über 7.000 Punkte nur ein sehr kurzer geblieben, wobei steigende Ölpreise und Anleiherenditen der Rally den Wind aus den Segeln nahmen. Auf Wochensicht fuhr der Leitindex dennoch einen Gewinn von 2,1 Prozent ein.
Die Ölpreise gaben am Berichtstag nach Anzeichen über neue diplomatische Bemühungen zur Öffnung der Straße von Hormuz wieder etwas nach, mit aktuell rund 106 US-Dollar für ein Barrel der Referenzsorte Brent bleiben sie aber auf hohem Niveau. Zudem übertrug die Beruhigung am Ölmarkt sich nicht auf die europäischen Anleihemärkte, wo die Renditen weiter mehrjährige Höchststände erklommen.
Eine Entspannung im Nahen Osten würde auch die Wachstumshoffnungen in Europa anfachen, zumal zuletzt auch Konjunkturdaten positive Signale gebracht hatten. Mit Blick auf die deutsche Wirtschaft schreiben die Marktstrategen der Berenberg Bank etwa, es gebe glaubwürdige Anzeichen einer Erholung. Ein infolge der Landtagswahlen im September komplexeres politisches Umfeld überwiege nicht den anhaltenden Wiederaufschwung bis 2028 und den Reformstau - wobei Letzterer aber weniger ambitioniert ausfalle als ursprünglich erhofft. Ermutigende makroökonomische Daten und Gewinnwachstum würden eine konstruktive Haltung zu deutschland-abhängigen Aktien erlauben.
In Europa standen zum Wochenausklang vor allem konjunktursensible Branchen in der Anlegergunst. In Wien betraf dies insbesondere die Bankwerte, sodass Erste Group, BAWAG und RBI mit Gewinnen von bis zu 2,6 Prozent die wichtigsten Zugpferde des ATX waren.
Größte Gewinner im Leitindex waren aber die AT&S-Aktien, die mit einem Plus von 4,4 Prozent die Marke von 200 Euro wieder zurückeroberten. Sie hatten zuletzt wieder von der allgemein aufgeflammten KI-Fantasie sowie der Ankündigung einer vertieften Zusammenarbeit mit dem US-Halbleiterkonzern Marvell profitiert. Auf Wochensicht beläuft sich der Zuwachs des hoch volatilen Papiers auf starke 16 Prozent.
Gefragt waren zudem die ebenfalls zyklischen und energieintensiven Industriewerte, wobei voestalpine und Wienerberger 0,7 respektive 1,5 Prozent gewannen. Die Ölaktie OMV waren dagegen mit minus 2,3 Prozent klares Schlusslicht im Leitindex.