UBS sammelt bei Reichen weitere Milliarden ein

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UBS verdient gut
 © AFP, FABRICE COFFRINI, Apa
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Die Schweizer Großbank UBS hat im dritten Quartal dank anziehender Erträge und sinkender Kosten deutlich mehr verdient. Der Vorsteuergewinn kletterte um gut ein Viertel auf 3,6 Milliarden Dollar (3,23 Mrd. Euro), wie der weltgrößte globale Vermögensverwalter für Millionäre und Milliardäre am Mittwoch mitteilte. Besonders rund lief es im Kerngeschäft Vermögensverwaltung sowie im Heimmarkt Schweiz.

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Einmaleffekte wie Kosten im Zusammenhang mit einem Anleihenrückkauf und eine höhere Steuerbelastung bremsten den Nettogewinn. Unter dem Strich verdiente die UBS 2,7 Mrd. Dollar, um 8 Prozent mehr als in den Sommermonaten 2025. Damit erfüllte das Institut die Analystenerwartungen.

"Unsere starke Performance im dritten Quartal, die wir in einem zunehmend komplexen Marktumfeld erzielt haben, unterstreicht einmal mehr die Vorteile unseres diversifizierten globalen Geschäftsmodells und die disziplinierte Umsetzung unserer Strategie", erklärte Konzernchef Sergio Ermotti.

Die Bank sei auf Kurs, das Ziel einer bereinigten Rendite beim harten Kernkapital von 15 Prozent zum Jahresende 2026 zu übertreffen. Dazu trägt auch die Kostenentwicklung bei. Die Bank schraubte die Prognose für die Einsparungen aus der Credit-Suisse-Integration zum Jahresende von 13,5 Milliarden auf 13,7 Mrd. Dollar nach oben.

Im dritten Quartal sank der Personalbestand auf rund 97.600 - von rund 99.100 vor drei Monaten. Die UBS hat nie bekanntgegeben, mit wie vielen Beschäftigten sie in Zukunft rechnet. Doch Experten zufolge dürften weitere Jobs wegfallen.

Vom guten Geschäftsverlauf profitieren auch die Anleger. Im dritten Quartal kaufte die Bank Aktien im Volumen von 1,8 Mrd. Dollar zurück. Das gesamte Rückkaufprogramm von 3 Mrd. Dollar will das Institut bis Anfang Februar abschließen und damit die bisherige zeitliche Vorgabe übertreffen.

Wie viele Aktien die Bank tatsächlich erwirbt, hängt auch davon ab, wie streng die neuen Kapitalvorgaben in der Schweiz ausfallen. Um einen Kollaps wie bei der Credit Suisse zu verhindern, will die Regierung als Teil eines Maßnahmenpakets die Kapitalanforderungen für die einzige verbliebene Großbank des Landes höher ansetzen.

Die UBS lehnt den Vorschlag ab. Die endgültigen Regeln legt das Schweizer Parlament fest. "Wir werden uns weiter konstruktiv in die politischee Diskussion über die künftigen regulatorischen Rahmenbedingungen in der Schweiz einbringen", erklärte Ermotti. Dabei hoffe er auf eine Lösung, die die langfristige Wettbewerbsposition der UBS nicht beeinträchtige. UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher hatte im September eine mögliche Verlegung des Hauptsitzes ins Spiel gebracht, falls die Regulierung in der Schweiz zu streng ausfallen sollte.

Im dritten Quartal sammelte die Bank bei ihren vermögenden Kunden 55 Mrd. Dollar an frischem Geld ein, davon 18 Mrd. in Asien und 17 Mrd. in Amerika. Auf das Jahr hochgerechnet entspricht dies einer Wachstumsrate von 4,5 Prozent. Wie auch andere Institute profitierte die UBS im Quartal zudem von den Ausschlägen an den Finanzmärkten.

Auslöser der Kursschwankungen waren Zinsentscheidungen der Notenbanken sowie der Krieg zwischen den USA und dem Iran, die Anleger zu Umschichtungen ihrer Portfolios veranlassten. Dies hatte auch großen Wall-Street-Häusern wie Morgan Stanley, Goldman Sachs oder Citigroup Auftrieb gegeben. Die Deutsche Bank setzte ihren Rekordkurs im dritten Quartal fort.

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