Schwaches China-Geschäft drückt Gewinn von Mercedes-Benz

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 © DPA, Sven Hoppe, Apa
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Der deutsche Autohersteller Mercedes-Benz hat im dritten Quartal wegen des schwachen China-Geschäftes und hoher Kosten deutlich weniger verdient. Einschließlich Sonderfaktoren hat sich das operative Ergebnis von Juli bis September zwar auf 1,77 Mrd. Euro mehr als verdoppelt, wie das Unternehmen schon am Dienstag per Pflichtmitteilung erklärte hatte. Das bereinigte Konzern-EBIT ging aber um 15 Prozent auf 1,78 Mrd. Euro zurück.

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Darin sind beispielsweise der Restrukturierungsaufwand und andere Einmaleffekte nicht berücksichtigt Der börsennotierte Konzern hatte am Dienstag mit Verweis auf das schwache China-Geschäft und steigende Kosten seine Gewinnprognose für dieses Jahr gesenkt. Das Betriebsergebnis wird jetzt auf dem Vorjahresniveau von 5,8 Mrd. Euro statt deutlich darüber erwartet. Im vergangenen Jahr hatte sich der Gewinn mehr als halbiert.

Die Marktbedingungen in China seien im Lauf des Jahres noch herausfordernder geworden, erklärte Vorstandschef Ola Källenius. Andererseits wachse der Absatz in Europa und den USA, die neuen Modelle kämen bei den Kundinnen und Kunden gut an. "Konsequente Kostendisziplin und starke Ergebnisbeiträge von Mercedes-Benz Vans und Mercedes-Benz Financial Services helfen uns, den Gegenwind abzufedern", erklärte Källenius.

Mercedes-Benz will sich angesichts der anhaltenden Talfahrt am chinesischen Markt neu positionieren. China werde als größter Automarkt weltweit eine Säule der Strategie des Premiumherstellers bleiben, erklärte Vorstandschef Ola Källenius am Mittwoch. Doch der Markt entwickele sich schlechter als erwartet, auch im obersten Segment. "Das Verhalten des Marktes war schwer zu begreifen", sagte Källenius. Über seine Pläne will der Konzern Anfang nächsten Jahres berichten. Finanzchef Harald Wilhelm erklärte, das Unternehmen wolle unabhängiger von China als Gewinnpool werden.

Der wachsenden Konkurrenz aus China in Europa wolle Mercedes-Benz mit starken Produkten begegnen, erklärte Källenius. "Wir werden den Stier bei den Hörnern packen und unser Spiel spielen."

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