Stellantis baut Kooperation mit Leapmotor in Spanien aus

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400 neue Jobs in Saragossa - Chinesisches Elektro-SUV B10 soll noch 2026 vom Band laufen
 © AFP, SIMON WOHLFAHRT, Apa
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Der italienisch-französische Autokonzern Stellantis baut seine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Elektroautohersteller Leapmotor in Europa weiter aus. Im Werk im spanischen Saragossa sollen rund 400 neue Mitarbeiter vor allem den Produktionsstart des Leapmotor B10 vorbereiten. Das neu eingestellte Personal habe in den vergangenen Tagen eine spezielle Schulung zur Industrialisierung des Modells erhalten, sagte Rubén Alonso, Vorsitzender des Betriebsrats.

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Das kompakte SUV soll in Spanien sowohl als vollelektrische Version als auch als sogenannte Range-Extender-Variante produziert werden. Bei dieser Ausführung erzeugt ein kleiner Verbrennungsmotor Strom, um die Reichweite zu erhöhen, treibt die Räder aber nicht direkt an. Die ersten in Spanien montierten B10 sollen noch bis Ende 2026 ausgeliefert werden.

Das Werk in Saragossa beschäftigt derzeit knapp 5.000 Menschen. Dort werden unter anderem der Peugeot 208, der Opel Corsa und der Lancia Ypsilon gebaut. Mit dem B10 steigt die Auslastung des wichtigen europäischen Stellantis-Standorts. Zugleich verändert sich die Zusammenarbeit mit Leapmotor grundlegend: Aus dem bisherigen Import und Vertrieb chinesischer Fahrzeuge wird zunehmend eine lokale Produktion für den europäischen Markt.

Stellantis und Leapmotor hatten im Mai bestätigt, den B10 bereits 2026 nach Saragossa zu bringen. Ab 2028 könnte dort zudem ein neues Elektro-SUV der Marke Opel gebaut werden. Das deutsche Modell soll voraussichtlich Komponenten und Technologien aus dem industriellen Netzwerk von Leapmotor nutzen. Dadurch sollen Entwicklungszeiten und Kosten sinken.

Die lokale Produktion des B10 hat für Stellantis zudem einen weiteren Vorteil. Sie verringert die Abhängigkeit von Importen aus China und damit die Belastung durch die zusätzlichen EU-Zölle auf chinesische Elektroautos. Gleichzeitig rückt die Produktion näher an die wichtigsten europäischen Absatzmärkte.

Saragossa soll allerdings nicht nur ein Zentrum für die Fahrzeugmontage werden. Neben dem Stellantis-Werk entsteht eine Batteriefabrik für Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP). Gebaut wird sie von Contemporary Star Energy, einem Gemeinschaftsunternehmen von Stellantis und dem chinesischen Batteriehersteller CATL. Die Investition beläuft sich auf mehr als 4 Mrd. Euro. Geplant ist eine Jahreskapazität von bis zu 50 Gigawattstunden und die Schaffung von mehr als 4.000 direkten Arbeitsplätzen. LFP-Batterien gelten als kostengünstiger als Akkus auf Basis von Nickel, Mangan und Kobalt. Sie spielen daher eine wichtige Rolle bei der Entwicklung günstigerer Elektroautos der Klein- und Kompaktklasse.

POISSY - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/SIMON WOHLFAHRT

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