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Die SpaceX-Aktie, die in den Wochen nach ihrem Rekord-Börsengang im Juni unter ihren Ausgabepreis gerutscht war, gab am Dienstag im nachbörslichen Handel nach zunächst positiver Reaktion bis zuletzt wieder vier Prozent ab. Im regulären Handel vor den Zahlen hatten sie rund neun Prozent zugelegt.
Die Gesamterlöse stiegen in den vergangenen drei Monaten um 92 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar, teilte der Weltraumkonzern des Milliardärs Elon Musk mit. SpaceX übertraf damit deutlich die Erwartungen von Analysten, die im Schnitt eher mit 6,9 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Auf die Konnektivitätssparte, zu der die Telekommunikationssatelliten von Starlink gehören, entfielen 4,29 Milliarden und auf den Bereich Künstliche Intelligenz (KI) 2,56 Milliarden Dollar.
Die Zahl der Starlink-Kunden wuchs binnen drei Monaten von 10,3 auf 12 Millionen. Mit neuen Satelliten soll Starlink auch direkt Smartphones ins Netz bringen und könnte so mit Telekommunikationsfirmen konkurrieren.
Durch die hohen Investitionen in Rechenzentren und Software-Entwicklung stand unter dem Strich ein Verlust von 541 Millionen Dollar, nach einem Minus von rund einer Milliarde Dollar ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis legte um 80 Prozent auf rund 1,66 Milliarden Dollar zu.
SpaceX war Mitte Juni mit einem Rekorderlös von 75 Milliarden Dollar an die Börse gegangen. Mit dem Ausgabepreis von 135 Dollar gab sich Musks Unternehmen zum Debüt eine Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar. Das stand in krassem Kontrast zum aktuellen Geschäft - aber SpaceX rechtfertigte die Bewertung mit großen Plänen bei Künstlicher Intelligenz.
In den ersten Wochen nach dem Börsengang stieg der Kurs - angetrieben unter anderem vom Interesse von Privatanlegern - bis auf gut 225 Dollar. Inzwischen fiel die Aktie unter den Ausgabepreis und ging am Dienstag bei rund 125 Dollar aus dem regulären US-Handel. Am Donnerstag läuft die Haltefrist für weitere Aktien von Firmeninsidern und frühen Investoren aus, die dann in den Handel kommen könnten.
SpaceX ist in den vergangenen Jahren unverzichtbar für das US-Raumfahrtprogramm geworden. Aktuell investiert die Firma in großem Stil in die große Rakete Starship, die noch Testflüge absolviert. Sie soll es deutlich günstiger machen, Nutzlast ins All zu bringen.