Shein peilt bei Börsengang 40 Mrd. Dollar Bewertung an

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Debüt des Online-Modehändlers am Aktienmarkt könnte Mitte August erfolgen
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Der chinesische Online-Modehändler Shein strebt bei seinem geplanten Börsengang in Hongkong Insidern zufolge eine Bewertung von 30 bis 40 Milliarden Dollar (26 bis 34,7 Mrd. Euro) an. Das Debüt am Aktienmarkt könnte bereits Mitte August erfolgen, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach hat das Unternehmen in der vergangenen Woche damit begonnen, Investoren zu treffen.

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Die angestrebte Bewertung wäre ein deutlicher Abschlag im Vergleich zu früheren Finanzierungsrunden. 2022 wurde Shein noch mit 98,2 Milliarden Dollar bewertet, bei Kapitalerhöhungen in den Jahren 2023 und 2024 dann mit 64 Milliarden Dollar. Die niedrigere Bewertung spiegle wachsende geschäftliche Herausforderungen wider, hieß es. Die Insider betonten jedoch, dass die endgültige Bewertung und der Zeitplan noch nicht feststünden und vom Feedback der Investoren abhingen. Eine Stellungnahme von Shein lag zunächst nicht vor. Zum Vergleich: Die schwedische Kette H&M wird mit etwa 26 Milliarden Dollar bewertet, der japanische Uniqlo-Eigner Fast Retailing mit 161 Milliarden Dollar und die spanische Zara-Mutter Inditex mit 208 Milliarden Dollar.

Shein produziert seine Kleidung in China und vertreibt sie in etwa 160 Ländern. Der Billigmodehändler bringt täglich mehrere Tausend neue Kleidungsstücke seiner zehn Marken auf den Markt, die er ausschließlich über seine eigene Webseite verkauft. Er betreibt keine eigenen Fabriken, sondern arbeitet mit Tausenden hauptsächlich chinesischen Subunternehmern zusammen. Das Unternehmen hat ein System entwickelt, um die Produktion rasch an die Nachfrage anzupassen. Dadurch liegt der Anteil unverkaufter Ware nach eigenen Angaben durchgängig im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Der Online-Händler ist umstritten. Konkurrenten werfen Shein seit Langem vor, das Design von Kleidungsstücken abzukupfern. Es laufen zahlreiche Verfahren gegen das Unternehmen, das die Vorwürfe stets zurückgewiesen hat. Der Handelsverband Deutschland (HDE) beklagt die zunehmende Konkurrenz durch die beiden chinesischen Anbieter Shein und Temu. Auf sie seien zuletzt etwa zwei Drittel des Wachstums im deutschen Online-Geschäft entfallen. Die Unternehmen würden "häufig mit sehr unfairen Mitteln in den Wettbewerb eingreifen", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Ein Kritikpunkt ist der Direktversand an die Kunden ohne Umweg über zentrale Lager in den verschiedenen Regionen. Dadurch konnte Shein seine Produkte lange Zeit zollfrei verkaufen, weil die Abgaben erst ab einem bestimmten Mindestwert fällig wurden. Die USA haben diese Ausnahme gestrichen. Die Europäische Union (EU) plant Ähnliches. Bis dahin gilt ein Mindestzoll von drei Euro je Sendung.

PARIS - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/CHARLOTTE SIEMON

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