Schweizer Exporte legten im dritten Quartal erneut zu

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Handelsbilanzüberschuss auf 14 Milliarden Franken leicht ausgeweitet
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Der Schweizer Außenhandel hat seine Erholung im dritten Quartal fortgesetzt. Die Exporte legten zum zweiten Mal in Folge zu. Allerdings verlief die Entwicklung je nach Branche und Absatzmarkt unterschiedlich. Während die Ausfuhren nach Europa wuchsen, gingen die Lieferungen in die USA deutlich zurück. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt nominal um 2,6 Prozent auf 75 Mrd. Franken (81 Mrd. Euro), wie das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit mitteilte.

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Real - also um Preisveränderungen bereinigt - betrug das Plus 3,3 Prozent. Damit festigte sich laut dem Amt die Erholung nach dem Abwärtstrend, der im zweiten Quartal 2025 eingesetzt hatte.

Acht der zehn wichtigsten Warengruppen verzeichneten von Juli bis September ein Exportwachstum. Besonders kräftig legten die Ausfuhren chemischer Erzeugnisse und von Fahrzeugen zu. Auch Maschinen, Elektronik und Apparate verzeichneten leicht höhere Ausfuhren. Die Pharmaexporte gingen dagegen zurück.

Die für die Schweizer Industrie wichtigen Uhrenexporte stiegen gemäß Bundesamt um 4,7 Prozent auf den Quartalsrekord von 6,7 Milliarden Franken. Im September allein legten sie laut Uhrenverband FH gegenüber dem Vorjahresmonat um knapp 12 Prozent auf 2,23 Milliarden Franken zu. Es war bereits der vierte Monatsanstieg in Folge.

Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Die Uhrenexporte in die USA schossen im September um 86 Prozent nach oben, vor allem wegen des Einbruchs im Vorjahr nach Einführung der hohen US-Zölle. Ohne die USA und den Nahen Osten betrug das weltweite Wachstum laut einer Einschätzung aus dem Handel nur 5 Prozent. Und die Bilanz mit den USA steht nach neun Monaten immer noch bei minus 4,1 Prozent.

Vontobel-Analyst Jean-Philippe Bertschy verweist zudem auf die weiterhin schwache Nachfrage in China. Als positiv wertet er erste Anzeichen für wieder anziehende Bestellungen bei Zulieferern.

Regional stiegen die gesamten Schweizer Exporte nach Europa um 8 Prozent. Besonders stark nahmen die Lieferungen nach Slowenien zu. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hatte im Juli in dem Land einen neuen Produktionsbetrieb eröffnet. Auch die Ausfuhren nach Italien, Deutschland und Österreich wuchsen. Nach Asien wurde ebenfalls etwas mehr exportiert.

Die Exporte in die USA gingen vor dem Hintergrund des Handelsstreits mit Washington dagegen um 13,5 Prozent zurück. Im September zeigte sich immerhin eine leichte Gegenbewegung: Nach dem Einbruch um knapp 30 Prozent im August erholten sich die Ausfuhren um 8,5 Prozent auf 3,32 Milliarden Franken.

In der monatlichen Entwicklung stabilisierten sich die Exporte nach dem massiven Einbruch im August im September wieder etwas. Die Ausfuhren stiegen saisonbereinigt nominal um 1,5 Prozent auf 23,23 Milliarden Franken, nachdem sie im Vormonat noch um 17,7 Prozent eingebrochen waren.

Zur Erholung trugen insbesondere Bijouterie und Juwelierwaren bei. Auch die Chemie- und Pharmaexporte stabilisierten sich mit einem leichten Plus. Real gingen die Gesamtexporte allerdings um 0,1 Prozent zurück.

Die Importe schossen derweil im September um 24,9 Prozent auf 21,88 Milliarden Franken hoch. Verantwortlich war vor allem die Chemie- und Pharmabranche mit einem Plus von fast 88 Prozent. Allein die Pharmaimporte haben sich mehr als verdoppelt. Der Handelsbilanzüberschuss schrumpfte dadurch auf 1,35 Milliarden Franken.

Über das gesamte dritte Quartal erhöhten sich die Importe nominal um 1,8 Prozent auf den Rekordwert von 61 Milliarden Franken. Real gingen sie dagegen um 1,4 Prozent zurück. Der Handelsbilanzüberschuss weitete sich leicht auf 14 Milliarden Franken aus.

BERN - SCHWEIZ: FOTO: APA/APA/SCHWEIZERISCHE NATIONALBANK/STR

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