
von
Der Blick der Anleger ist weiter auf den Persischen Golf gerichtet. US-Präsident Trump wurde nach eigenen Angaben von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gebeten, einen für heute geplanten Angriff auf den Iran auszusetzen. Das US-Militär bleibe in voller Kampfbereitschaft, für den Fall, dass kein akzeptables Abkommen mit dem Iran erzielt wird. Bisher war nicht öffentlich bekannt, dass die USA am Dienstag angreifen wollten. Trump erklärte weiters, es bestehe nun eine "sehr gute Chance" auf ein Abkommen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms.
Der Iran hat mittlerweile Details seines jüngsten Friedensvorschlags bekanntgegeben, den er an die USA übermittelt hat. Teheran fordert laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA vom Dienstag eine Aufhebung der Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und ein Ende der Seeblockade iranischer Häfen. Außerdem ruft er zu einem Ende des Kriegs an allen Fronten auf, also auch im Libanon, sowie zu einem Abzug der US-Truppen aus Gebieten in der Nähe des Iran.
In Österreich hat die Vienna Insurance Group (VIG) gestern Nachmittag bekanntgegeben, die Übernahme der deutschen Nürnberger Versicherung unter Dach und Fach gebracht zu haben. Die regulatorischen Freigaben seien schneller als erwartet erteilt worden, mit dem Vollzug der Übernahme halte die VIG nun 99,2 Prozent der Stimmrechte an Nürnberger, teilte die VIG mit. Die Papiere des Versicherers verloren bisher 2,6 Prozent und waren damit Schlusslicht im ATX prime-Segment.
In den Fokus rückte auch Rosenbauer. Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster hat berichtet, im ersten Quartal mehr Fahrzeuge ausgeliefert zu haben. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 15,3 Prozent auf 303,8 Mio. Euro. Das Periodenergebnis stieg von 0,1 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzernvorstand mit einem weiteren Umsatz- und Ergebnisanstieg. Rosenbauer-Aktien bauten 1,7 Prozent auf.
Verbund-Titel verloren 0,08 Prozent auf 62,45 Euro. Die Analysten der UBS Investment Bank haben heute ihr Kursziel für die Aktien des österreichischen Stromkonzerns in Höhe von 55,00 Euro bestätigt. Die Empfehlung "Sell" wurde von Analystin Wanda Serwinowska ebenfalls unverändert beibehalten. Mit Verweis auf die Trockenheit und die damit verbundene schwache Wasserführung in der ersten Jahreshälfte 2026 senken die UBS-Experten ihre EBITDA-Prognose für 2026 um 4 Prozent und die Gewinnprognose je Aktie um 1 Prozent; die EBITDA- und Gewinnprognosen liegen damit 9 bzw. 7 Prozent unter dem Konsens. Die Analysten erhöhen ihre EBITDA-Prognose für 2027 um 3 Prozent aufgrund eines höheren erzielten Strompreises und lassen ihre EBITDA-Prognosen für 2028-2029 weitgehend unverändert, geht aus der aktuellen Studie hervor.
Die Papiere des Caterers Do & Co gaben bis Mittag 1,99 Prozent auf 177,40 Euro ab. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel von 255,0 auf 247,5 Euro nach unten revidiert. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde von Analystin Vladimira Urbankova für die Titel des Cateringunternehmens bestätigt. Das Unternehmen ist weiterhin auf dem besten Weg, im Geschäftsjahr 2025/26 erneut Rekordergebnisse zu erzielen, hieß es in der aktuellen Studie. Die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025/26 werden am 11. Juni veröffentlicht.
Spitzenreiter im ATX prime waren Zumtobel mit plus 2,5 Prozent.